Anziehende Konjunktur sorgt für verstärkte Nachfrage

Holzboom: Forstamt verkauft mehr Fichten

Wolfhagen. Holz als Rohstoff boomt. Die Forstwirtschaft im Altkreis Wolfhagen registriert eine starke Nachfrage nach dem Produkt.

Theodor Arend vom Forstamt in Wolfhagen (HessenForst) nennt zwei Gründe für die Belebung: die anziehende Konjunktur und der deutsche Außenhandelsrekord auf dem Weltmarkt. So bekomme der Forst beispielsweise für Palettenholz wieder mehr Geld, weil mehr Waren hin und her transportiert werden.

„Die Preise liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor zwei Jahren haben wir nicht einmal für gutes Sägeholz soviel erzielt wie jetzt für Kiefernpaletten“, freut sich Arend.

Beim Landesbetrieb HessenForst wird auch Laubholz für Möbel vermehrt nachgefragt. Die Zurückhaltung der Deutschen beim Möbelkauf sei vorbei. Hier in der Region habe die Forstwirtschaft einen guten Stand, da der Bestand zu 70 Prozent aus Laubbaumarten bestehe. Davon wiederum seien 80 Prozent Buchen. Auch die Preise für Laubholz seien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, weil es durch den schneereichen Winter eine Verknappung gegeben habe. „Es war schwierig, das Holz aus dem Wald zu bekommen“, so der Forstexperte. Außerdem hätten die Holzkäufer wegen der Wirtschaftskrise vorsichtig agiert und nur wenig Holz auf Lager. Von der Verknappung betroffen ist auch die Fichte. Grund: Hiervon mussten in den vergangenen Jahren durch Stürme und Borkenkäfer große Mengen verkauft werden. „Durch vernünftige Strategien konnte Hessen-Forst die Fichtenpreise stabil halten“, erklärt Arend.

Während bei Fichten Nachfrage und Preis stimmten, ziehe Buchenholz nicht mit, erklärt dagegen Privatwaldbesitzer Gero von der Malsburg aus Zierenberg. „Wir bekommen Buchenholz im Moment nicht zu adäquaten Preisen auf dem Markt unter.“ Der Privatwaldbesitzer hofft auf einen Aufwärtstrend für die kommende Erntesaison. ZUM TAGE

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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