Holzhauer GmbH siedelt sich im Ostheimer Gewerbegebiet an

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Eine wirtschaftliche Kulisse: Die Ostheimer Kirche vor dem Gewerbegebiet, das seit zehn Jahren besteht. Jetzt siedelt sich die Holzhauer GmbH als 14. Unternehmen dort an, seit Wochenbeginn wird gebaut. Foto:  Brandau

Malsfeld. Zuwachs im Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal: Als vor zehn Jahren das interkommunale Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal bei Ostheim entstand, sagten diesem viele Kritiker keine große Zukunft voraus.

„Damals hieß es, dass wir händeringend und vergeblich nach Betrieben suchen müssten, die dort bauen wollten", erinnert sich Klaus Stiegel. Er ist Geschäftsführer des Zweckverbandes interkommunales Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal.

Die Unkenrufe sind längst verstummt: In diesen Tagen siedelt sich dort mit der Holzhauer GmbH der mittlerweile 14. Betrieb an. Das Unternehmen ist bislang in Beiseförth ansässig. Dort aber sind die Bedingungen nicht die besten, denn es arbeitet an drei Standorten, die Räume lassen sich nicht zusammenlegen.

Ein Neubau sei die optimale Lösung, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Der Standort Ostheim sei als Bauplatz perfekt, denn der biete eine gute Anbindung an die Kunden im Medizin-, Automobil- und Bausektor.

Für Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel stellt diese Nachricht ein zweischneidiges Schwert dar. Auf der einen Seite bedauert er den Umzug, weil die Gewerbesteuer künftig nicht mehr allein in den Säckel der Gemeinde Malsfeld fließt, sondern in den des Zweckverbands Interkommunales Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal. Aber da Vaupel zugleich auch dessen Vorsitzender ist, ist der Umzug des Beiseförther Unternehmens zugleich auch eine super Nachricht. „Mit Holzhauer siedelt sich ein innovativer und interessanter Betrieb mit hochqualifizierten Mitarbeitern an“, sagt er. „Kritiker werfen uns ja oft vor, dass im Ostheimer Gewerbegebiet vor allem Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor entstanden sind.“

Das stimme so längst nicht mehr, betont auch Klaus Stiegel. „Mittlerweile haben wir dort eine gesunde Mischung aus Handwerk, Logistikern und großen Unternehmen.“ 550 Arbeitsplätze seien dort in den vergangenen zehn Jahren entstanden. Das macht Klaus Stiegel und Herbert Vaupel stolz, so manchen Anwohner aber eher ungehalten. Denn mit den Unternehmen kam es zu mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr Müll in der Region. Das sind Probleme, die dem Zweckverband durchaus bekannt sind: „Das sind die negativen Begleiterscheinungen des Erfolgs“, sagt Herbert Vaupel.

Ab Juli, kündigt er an, soll manches besser werden. Ab dann sollen auch die Lasterfahrer, die nachts wild auf Feldwegen parken und dabei mit ihren schweren Gefährten auch oft die Wege beschädigen, belangt werden.

Die Firma Holzhauer will ihren Betrieb im Oktober aufnehmen. 4100 Quadratmeter hat sie gekauft, dort soll eine Halle (1000 Quadratmeter) und ein Büro entstehen. Zudem hat sich der Betrieb eine Option auf weitere 4000 Quadratmeter offen gelassen.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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