Anzeige wegen Solarpark wird geprüft

Homberg. Die Frage, ob der Homberger Solarpark auf einer Konversionsfläche der ehemaligen Bundeswehrkaserne entstanden ist oder nicht, wird juristisch geprüft.

Es liege eine Anzeige vor, bestätigte gestern Dr. Götz Wied, der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kassel. „Wir arbeiten an dem Thema, müssen uns aber erst einmal ein Bild davon machen, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegt“, sagte er.

Wenn das Gelände zu Unrecht als Konversionsfläche ausgewiesen worden sein sollte, könnte ein Betrugsdelikt vorliegen. Das könne aber noch nicht beurteilt werden, man müsse sich beispielsweise erst einmal mit den Grundlagen für die Ausweisung von Konversionsflächen beschäftigen, erklärte Wied.

Bei Solarparks auf Konversionsflächen kann eine höhere Einspeisevergütung gezahlt werden als sonst üblich. In Homberg ist darüber in den vergangenen Wochen wiederholt spekuliert worden.

Vorwürfe zurückgewiesen

Der Projektentwickler Frank Geerken und Günter Elbrecht von der Betreibergesellschaft Tauber-Solar weisen solche Vorwürfe zurück. Es sei im Genehmigungsverfahren juristisch geprüft worden, dass es sich um eine Konversionsfläche handele, hatten sie jüngst gegenüber der HNA betont. (hro)

Quelle: HNA

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