Ein Schiff voller Kunst entsteht an der Homberger THS

Die "Hans Staden" reist wieder

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Schüler bauen die Hans Staden: Unterstützer, Lehrer und Schüler beim symbolischen Stapellauf des Kunst-Schiffs.

Homberg. So wie sich Hans Staden einst auf den Weg nach Brasilien machte, soll nun ein symbolisches Schiff gebaut werden, in dem die Schüler der Theodor-Heuss-Schule (THS) Arbeiten zum Thema Staden unterbringen werden.

Das ist Teil der gemeinsamen Arbeit von jungen Menschen aus Rio de Janeiro und Homberg. Startschuss war die symbolische Kiellegung.

Vom Schiff war noch nichts zu erkennen, denn die Arbeit soll erst beginnen. „Aus Paletten wird im Kunstunterricht ein Schiff entstehen“, sagte Lehrer Werner Demme. Die Schule hat sich das Thema Staden ausgewählt, weil es in das Deutschlandjahr in Brasilien passt. Das Schiff wird ein Stück Kunst sein, aber auch ein Transportbehälter. Dort sollen die Arbeiten, die zurzeit im Kunstunterricht und in anderen Fächern entstehen, untergebracht werden. Ein Container wird sie nach Brasilien in die Partnerschule für eine Ausstellung verschiffen.

Favelas aus Papier

Einige der Exponate sind bereits fertig. Im Foyer der Schule zeigten Schüler Arbeiten zum Thema Brasilien und Hans Staden. Eine Gruppe baute Modelle fiktiver Staden-Museen. Max Gröschner zeigte seine Miniaturarbeit mit dem symbolischen Segel, das als Dach einen verglasten Ausstellungsraum verbindet.

Annemarie Wittig und Aline Wagner stellten die Favelas, also die Slums in Rio de Janeiro, in Pappe dar. Die Lehrer Werner Demme und Thomas Schattner hatten sogar die Ausstellungspavillons aus Pappe gebaut, in denen die Arbeiten ausgestellt werden.

„Die Hütten allein sind schon Teil des Gesamtkunstwerkes, sie symbolisieren die Kargheit und Einfachheit des Lebens vieler Menschen in Brasilien“, sagte Lehrer Thomas Schattner. Das Projekt soll Schüler auch anregen, sich mit Südamerika auseinanderzusetzen. „Brasilien ist mehr als Fußball, Samba, Strand und blaues Meer“, sagte Demme.

B.Braun Melsungen unterstützt das Vorhaben. Vorstand Otto Phillip Braun, Vorstand, lange für die Niederlassung in Rio zuständig, sagt: „Wir wollen die Schüler motivieren die Welt zu entdecken und Interesse dafür schaffen, was außerhalb von Europa liegt.“

Weitere Sponsoren des Hans-Staden-Schiffs sind Holz-Jordan aus Kassel, die Firma Blecher aus Wabern und die Schreinerei Schönhut aus Frielendorf.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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