Homberg: Kasernengelände wird an zwei Firmen verkauft

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Das ehemalige Kasernegelände in Homberg. Archivbild: Jochen Herzog

Homberg. Auf dem früheren Gelände der Ostpreußen- und der Dörnbergkaserne in Homberg können sich weitere Gewerbebetriebe ansiedeln. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstag in Hülsa mehrheitlich für die entsprechenden Flächennutzungs- und Bebauungspläne.

Damit wird zunächst ein erster Schlussstrich gezogen unter eine zwei Jahre währende, heftige Debatte darüber, was mit dem früheren Kasernengelände passieren soll.

Optimistisch sieht Stefan Gerlach (SPD) die Situation: „Nach und nach kommen die Käufer“, sagte er: Das Solarkraftwerk bringe Geld, ein Investor wolle einen Algenzuchtbetrieb ansiedeln, eine Recycling-Firma militärische Fahrzeuge verschrotten. „Wir haben die Verpflichtung, endlich etwas zu tun“, betonte Gerlach. Ob die Geschäftsmodelle letztlich erfolgreich seien, könne und müsse das Parlament nicht beurteilen.

SPD, FDP und CDU stimmten dem Verkauf an zwei Unternehmen zu: Für 795.000 Euro kauft eine Verschrottungs-Fachfirma Flächen im technischen Bereich der früheren Ostpreußenkaserne. Irritationen kamen auf, weil in dem Kaufvertrag ein anderer Firmenname als bisher auftauchte. Freie Wähler und Grüne stimmten deshalb gegen den Verkauf. Für 200.000 Euro wird die frühere Standortschießanlage der Ostpreußenkaserne an eine Firma verkauft, die Algen züchten will. Auch dafür votierte die Mehrheit der Stadtverordneten.

Um zu vermeiden, dass sich auf dem Kasernengelände unerwünschte Betriebe ansiedeln, ist im Bebauungsplan geregelt, dass die Stadt am Baugenehmigungsverfahren beteiligt wird. „So können wir unser Ziel erreichen: die geordnete Entwicklung des Geländes“, sagte Gerlach.

Grundsätzliche Kritik am Verfahren äußerten erneut Hilmar Höse (Grüne) und Dietmar Groß (FWG), speziell zur Dörnbergkaserne.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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