Homberg nun ohne Klinik: Krankenhaus ist geschlossen

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Hat gestern offiziell den stationären Betrieb eingestellt: die Asklepios-Klinik Homberg.

Schwalm-Eder. Seit heute gibt es in der Kreisstadt kein Krankenhaus mehr. Donnerstag wurde der Betrieb im stationären Bereich der Homberger Asklepios-Klinik offiziell eingestellt.

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Schon am Vormittag herrschte gähnende Leere in den einzelnen Fluren, einige wenige Mitarbeiter packten noch die letzten Kisten und Kartons zusammen. Die Patienten waren schon zuvor entlassen oder in die Kliniken in Melsungen oder Schwalmstadt verlegt worden.

„So mancher Mitarbeiter ist froh, dass die lange Hängepartie um die Zukunft der Klinik beendet ist und nun klare Tatsachen geschaffen wurden“, sagt Dr. Jens Zemke. Der Internist betont, dass Asklepios alles getan habe, um den Standort zu erhalten, doch dass der steigende Kostendruck, die sinkende Bevölkerungszahl und ein Überschuss an Krankenhausbetten den Erhalt der Klinik unmöglich gemacht hätten.

Das sei traurig für die Stadt Homberg, dennoch gebe es viele Krankenhausbetten in unmittelbarer Nähe. „Vordergründig sieht es so aus, als würde die Krankenhauslandschaft stark ausgedünnt, aber die medizinische Versorgung ist auch weiterhin gegeben“, sagt Dr. Zemke.

Denn noch sollen nicht alle Lichter ausgehen: Im Erdgeschoss gibt es das „Asklepios Gesundheitszentrum Homberg“. Dort sollen die Patienten in den ambulanten Praxen für Innere Medizin, Allgemein- und Unfallchirurgie, Onkologie, Gynäkologie und Nephrologie auch künftig kompetente Ärzte und Ansprechpartner finden. Ob die Praxisbetriebe allerdings in der ehemaligen Klinik bleiben werden, steht nicht fest: „Wir werden mittelfristig alle Varianten prüfen“, sagt Geschäftsführer Stefan Fiedler.

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Quelle: HNA

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