Erneut Verstöße festgestellt

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz: Polizei hielt Tiertransport an

Kirchheim/Homberg. Die Polizei hat bei der Kontrolle eines Tiertransports auf der A 7 am Dienstag wieder Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Wie am Freitag mitgeteilt wurde, war bei Kirchheim ein Lastzug aufgefallen, bei dessen Anhänger die Fahrzeughöhe deutlich überschritten war.

Der Transporter war am Morgen in Homberg mit 30 ausgewachsenen Milchkühen und Bullen sowie mit zwei Kälbern beladen worden, die zur Schlachtung nach Hünfeld gebracht werden sollten.

Auf dem Lastwagen waren in der unteren Ebene Bullen und darüber zwei Kälber untergebracht. Die Polizisten stellte fest, dass der Anhänger zwar deutlich zu hoch war, dass die Tiere mit ihren Rücken aber trotzdem bis fast an die Laderaumdecken des Anhängers reichten.

Laut Polizei ist aus Gründen des Tierschutzes ein Freiraum von 20 Zentimetern bis zum höchsten Punkt der Rückenlinie des größten Tieres vorgeschrieben. Diese Vorschrift ist dem Umstand geschuldet, dass Rinder beim Absetzen von Kot und Urin aufbuckeln. Ist der erforderliche Freiraum nach oben nicht vorhanden, stoßen die Tiere an der Laderaumdecke an, und schwerwiegende Verletzungen können die Folge sein. Die herbeigerufenen Veterinäre befürworteten die Weiterfahrt des Transportes, da das Umladen größeren Stress für die Tiere bedeutet hätte als die Weiterfahrt zum relativ nahegelegenen Schlachthof in Hünfeld, berichtete die Polizei.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit sei die Weiterfahrt aber dennoch untersagt worden, teilte die polizei mit. Wegen der erheblichen Höhenüberschreitung von annähernd 30 Zentimetern hätte es an einer Unterführung oder einem anderen Bauwerk zu einem Unfall kommen können.

Der Lkw wurde zunächst zum Entladen nach Hünfeld gebracht, kehrte dann zurück und nahm die Hälfte der Tiere des Anhängers auf. Der Anhänger konnte dann hydraulisch abgesenkt werden und durfte weiterfahren.

Nach dem Schlachten der Tiere sollte untersucht werden, ob sich die Rinder im Rückenbereich Verletzungen zugezogen haben. Das Ergebnis werde Einfluss auf die Höhe des Bußgeldes haben, berichtete die Polizei.

Bei der Überprüfung des digitalen Kontrollgerätes seien zudem nicht unerhebliche Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt worden, teilte die Polizei mit. (hro)

Quelle: HNA

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