Homberg will die Schirnen kaufen

+
Bald Eigentum der Stadt: Die beiden Schirnen am Marktplatz in Homberg seien prägend für die Stadt.

Homberg. Die Stadt Homberg will die beiden Schirnen am Markplatz für insgesamt 47 000 Euro kaufen. Dies wurde in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag in Sondheim beschlossen. Der Beschluss wurde mehrheitlich mit Stimmen der SPD, CDU und FDP sowie einem Grünen gefasst.

Die Renovierung der Schirnen werde 105 000 Euro kosten. Dies hatte Bürgermeister Martin Wagner im Vorfeld in einem HNA-Gespräch gesagt.

Manfred Ripke (FDP) plädierte für den Kauf, die Kosten seien übersichtlich und man müsse schnell zu einer Lösung kommen. Die Schirnen sollten laut Ripke demnächst zwangsversteigert werden. Er wies darauf hin, dass dann die Stadt keinen Zugriff mehr auf die ehemaligen historischen Lagerräume habe.

Marktplatz wird belebt

Die Rechnung gehe auf: Die Kosten rentierten sich durch das Angebot eines Eisdielenbetreibers mit einer Laufzeit von zehn Jahren (wir berichteten).

Aktualisiert um 15.30 Uhr. 

Klaus Bölling (Die Grünen) sagte, dass der Leerstand die derzeitige Zwangslage der Stadt klar mache. Stefan Gerlach von der SPD stimmte auch für den Kauf: Es gebe in Homberg derzeit keinen Grund, von einer Seite des Markplatzes auf die andere zu gehen, denn es sei dort nichts, was es lohnenswert mache. Dies könne mit der Einrichtung einer Eisdiele geändert werden, die mehr Leben in die Stadt bringe.

Gegen einen Kauf sprach sich Thomas Hoffmann von der FWG aus. Man könne sich nicht wie Pippi Langstrumpf die Welt so machen, wie sie einem gefalle; das Risiko, das es durch das laufende Beweissicherungsverfahren hinsichtlich der Wasserschäden gebe, sei zu hoch. Da Homberg unter dem Schutzschirm ist, muss der Kauf erst durch das Regierungspräsidium genehmigt werden, da Folgekosten entstehen.

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

Kommentare