Homberg: Wochenmarkt wird wiederbelebt

Homberg. Der Homberger Wochenmarkt soll attraktiver werden. Das zumindest will das Stadtmarketing erreichen und hat deshalb eine Umfrage gestartet

„Wir wollten wissen, was die Homberger von einem Wochenmarkt erwarten“, sagt der Leiter des Stadtmarketings, Dr. Dirk Richhardt im HNA-Gespräch. 92 Homberger haben sich an der Umfrage beteiligt. „Das ist eine gute Resonanz“, zeigt sich Richhardt zufrieden. Schließlich habe man die Umfragebögen nicht verschickt sondern ausgelegt.  „Mit dem Ergebnis können wir etwas anfangen“, zeigt sich Richhardt zuversichtlich.

Momentan habe man nur zwei Marktbetreiber, erklärt Marktmeister Karsten Horn. „Acht Stände wären optimal“, sagt Richhardt. Doch bis dahin sei es noch ein weiter Weg. Dennoch: Im nächsten Jahr hofft er auf mehr Stände. Der soll übrigens der Samstag bleiben, dafür haben sich die Teilnehmer der Umfrage klar ausgesprochen. Das macht die Arbeit für Richhardt nicht einfacher, denn in vielen anderen Orten im Landkreis findet der Wochenmarkt auch samstags statt und viele Anbieter aus der Region haben dort bereits einen festen Platz.

„Ich werde Kontakt mit regionalen Anbietern aufnehmen.“ Doch sei es auch wichtig, dass sich regionale Anbieter die Initiative ergreifen und sich beim Stadtmarketing melden. „Und wir müssen uns überlegen, was wir ihnen bieten können.“ Eine Möglichkeit wäre, anfangs noch keine Standgebühren zu erheben. Außerdem werde man auch bestimmte, saisonale Themen aufgreifen. „Die Erdbeere-, Kirsch- oder Spargelsaison.“ Auch die Kombination des Marktes mit den Platzkonzerten sei gelungen.

Frische ist gefragt

Vor allem frische Bio-Lebensmittel wünschten sich die Kunden, ergab die Umfrage. Neben der Umfrage, hat sich das Team des Stadtmarketings auch auf anderen Wochenmärkten umgesehen. Insgesamt 116 vergleichbare Märkte nahmen sie unter die Lupe. „Die meisten beginnen schon früh morgens, so gegen acht Uhr“, erklärt Richhardt. Der Homberger Wochenmarkt komme erst gegen zehn Uhr in Gang.

 „Die Menschen gehen aber schon nach dem Brötchenkauf gerne über den Wochenmarkt.“ Deshalb sei es eine Überlegung wert, auch in Homberg früher zu beginnen. Gleichzeitig werde man für die notwendige Infrastruktur sorgen. „Es soll keine Konkurrenz zu den Geschäften entstehen und diese müssen auch trotz der Stände auf dem Markt gut erreichbar bleiben“. sagt Richhardt. Ziel sei es, den Markt nicht aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betreiben. „Er soll vielmehr ein Treffpunkt und der Platz für ein Schwätzchen am Stand sein.“

Kontakt: Stadtmarketing, 05681/9382190. (may)

Quelle: HNA

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