Vier Monate Planungszeit

Homberger fahren Homberger: Der Bürgerbus ist endlich da

+
Der Schlüssel passt: Madeleine Buchmann von der Quandt-Stiftung (rechts) mit dem Schlüssel für den Bus, gemeinsam mit dem Bürgerbus-Team, sowie Bürgermeister Dr. Nico Ritz (4. von links) und Dr. Roland Löffler (5. von links) vor dem Kleinbus, der Platz für neun Personen bietet.

Homberg. Nach viermonatiger Planungszeit ist er endlich da: Der Bürgerbus in Homberg. 30 ehrenamtliche Helfer werden den Kleinbus ab Oktober zweimal wöchentlich fahren.

Wäre nicht sowieso schon der „Welttag der Dankbarkeit“ gewesen, hätte man diesen Tag vermutlich am Mittwoch in Homberg erfunden. Die Dankbarkeit war jedenfalls riesig, als nach viermonatiger Planungszeit endlich der Bus vorgestellt wurde, mit dem ab Donnerstag, 20. Oktober, Homberger für Homberger fahren - der Bürgerbus.

Hier Fragen und Antworten rund um das „d´ Bus“-Angebot (so heißt es tatsächlich).

Wer kann das Angebot nutzen und mit dem Bürgerbus fahren? 

Der Bürgerbus ist kein Linienbus, sondern ein Kleinbus, der ehrenamtlich betrieben wird. Die Nutzung ist kostenlos, in dem Bus gibt es aber eine Spendenbox.

Von wo aus kann man mit dem Homberger Bürgerbus wohin fahren?

Der Bürgerbus fährt im gesamten Stadtgebiet der Stadt Homberg. „Zu Ärzten, Banken, Geschäften, Veranstaltungen, zum Rathaus oder auch zum Besuch bei Bekannten“, sagt Karl-Ernst Paul. Die Fahrgäste werden zu Hause abgeholt und wieder zurückgebracht.

Wann sind Fahrten mit dem Bus möglich? 

Dienstags steuert der Bür- gerbus die nördlichen Stadtteile und die Kernstadt an und donnerstags die südlichen Stadtteile und die Kernstadt. In der Zeit von 8.30 bis 17.30 Uhr ist der Bus unterwegs.

Wie kann ich mich für eine Fahrt anmelden? 

Wer eine Fahrt buchen möchte, ruft montags oder mittwochs das Organisations- team zwischen 15 und 17 Uhr an. Die Rufnummer für den Bürgerbus: 0 56 81/7 71 30 00. Dann vereinbart man ein Fahrtziel im Stadtgebiet.

Wer sorgt dafür, dass der Bürgerbus am Laufen bleibt? 

Die Bürgerbus-Gruppe ist eine Unterabteilung des Vereins Bürger für Homberg. Insgesamt 30 Männer und Frauen gehören zu dem Team, welches aus Organisatoren, Fahrern und Telefonisten besteht. Sie alle setzen sich ehrenamtlich für mehr Mobilität der Homberger ein.

Wie finanziert sich der Bürgerbus? 

30.000 Euro und somit die wichtige Anschubfinanzierung für das Projekt gab es gestern von der Herbert Quandt-Stiftung und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“. Damit der Bus am Laufen bleiben kann, werde man künftig auf Spenden und Sponsoren angewiesen sein, erklärte Dirk Schumacher, Leiter des Lenkungsteams Bürgerbus.

„Wir fahren die Menschen in Apotheken, zu Ärzten und zum Einkaufen. Wir bringen die Kunden und könnten mit den Geschäftsleuten gut eine Partnerschaft eingehen - durch Sponsoring“, betonte er.

Geld kommt auch von der Landesstiftung.

Welche Qualifizierung haben die Fahrer? 

Die ehrenamtlichen Fahrer absolvierten einen Gesundheits-Check und ein Fahrsicherheitstraining. Man sei immer auch auf der Suche nach Fahrern, so Schumacher. Kontakt: 0 56 81/48 48.

Und wer ist nun wem wofür dankbar? 

• Die Stadt den Geldgebern und vor allem dem ehrenamtlichen Bürgerbus-Team.

• Das Team der Stadt für die Unterstützung - der Bus darf beim Bauhof geparkt werden, die Telefonisten werden im Bürgerbüro am Marktplatz erreichbar sein. Und natürlich der Quandt-Stiftung für die Hilfe bei der Organisation und für die finanzielle Unterstützung.

• Die Quandt-Stiftung dankt den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und der Stadt für die gute Zusammenarbeit.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare