Arbeiten laufen seit dem 1. März

Homberger Freibad in Zahlen: Vorbereitung für die Badesaison

Homberg. Es dauert nicht mehr lang, dann kann in den Freibädern der Region wieder abgetaucht werden. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auch im Freibad Am Erleborn in Homberg.

Am 1. März haben die Mitarbeiter mit den Arbeiten begonnen. Die HNA hat die wichtigsten Zahlen zum Bad gesammelt.

  • Neun Wochen  dauert es diesmal, bis das Team das Freibad wieder für die Saison fit gemacht hat. Durch die Winterpause ist viel Arbeit angefallen. „Äste sind runtergefallen, Fliesen haben durch den Frost Schaden genommen, das Wasser muss abgelassen, das Becken gereinigt und das Wasser wieder eingelassen werden. Außerdem müssen wir die Technik warten“, erklärt Schwimmmeister Marc Nohl. Das sei alles zwar nichts Dramatisches, doch braucht man dafür Zeit.
  • Eine Woche  später wird wohl in diesem Jahr der Saisonstart stattfinden Ein Holzdach muss erneuert werden, dadurch könnte sich die Eröffnung verzögern.
  • 1953  wurde das Schwimmbad am Erleborn als erstes Freibad im Schwalm-Eder-Kreis eröffnet. Damals kamen täglich bis zu 5000 Badegäste. „Es ist gut in Schuss und hat ein ganz besonderes Flair“, sagt Nohl.
  • 30.000 Besucher  kamen laut Nohl in der Saison 2015 in das Homberger Freibad. Damit war es mit durchschnittlich 1300 Besuchern an sonnigen Tagen eine gute Saison.
  • 2,5 Millionen Liter Wasser  fasst das große Becken. Um das 50 Meter lange und bis 25 Meter breite Becken mit Quellwasser zu füllen, dauert es bis zu fünf Wochen. Um das Wasser ablassen zu können, muss ein Stöpsel gezogen werden. Das sei fast wie bei einer Badewanne, nur eben größer und besser geschützt, erklärt Nohl. Bis das ganze Wasser aus dem Becken ist, geht meist eine weitere Woche ins Land. Das Becken ist mit einer Folie ausgelegt.
  • Ein und drei Meter  sind die Sprungbretter in dem Schwimmerbecken hoch. Außerdem gibt es vier Startblöcke.
  • Drei Mitarbeiter  kümmern sich nicht nur um das Bad, sondern auch um das Wohl der Badegäste: Marc Nohl, Guido Kirsch und Judith Stark. Außerdem bekommen sie Unterstützung von der DLRG. Läuft alles wie geplant, wird es auch einen Auszubildenden geben.
  • Acht Quellen  gibt es rund um das Freibad am Erleborn. Das Wasser im Schwimmbad ist Quellwasser und wird durch Sonnenkraft (spezielle Absorber) erwärmt. Ist das Becken gefüllt, wird das Wasser darin innerhalb von sechs Stunden einmal umgewälzt. Die Wassertemperatur kann von der Anlage auf bis zu 29 Grad aufgeheizt werden, erklärt Nohl.
  • 15 Zentimeter Wasser  - und nicht der ganze Beckeninhalt - werden nach der Saison aus dem Schwimmerbecken abgelassen. Das verbleibende Wasser sei eine Art Winterpolster für das Becken, denn das ist dem Druck des vorwiegend aus Tonerde bestehenden Hangs ausgesetzt. Das fast volle Becken biete Widerstand, erklärt Nohl.
  • 150 Löcher  zählte Marc Nohl nach der Winterpause in der Schwimmbadwiese. Diese Trittfallen galt es in den vergangenen Wochen zu beseitigen. Für die Löcher hatten Wühlmäuse und Maulwürfe gesorgt, die sich auch auf dem Gelände wohlfühlen. Die Maulwürfe seien aber spätestens Ende Mai verschwunden, sagt Nohl. Dann sei ihnen zu viel los im Schwimmbad.
  • 35 Tonnen Erde  wurden auf die Löcher in der Wiese des Freibadgeländes aufgetragen, um die Trittfallen zu beseitigen.
  • Zehn Bänke  befinden sich auf dem Gelände. Vor allem die Bankleisten mussten diesmal repariert werden, sagt Nohl. Das liege daran, dass manche Schwimmbadbesucher nicht die eigentliche Fläche, sondern die Lehnen zum Sitzen nutzten.
  • 25 Cent  zahlen Badegäste, die im Freibad drei Minuten duschen wollen. Das Geld landet im Münzautomaten. Auch der muss wieder angebracht werden.
  • 65 Meter  ist die Rutsche lang, die direkt ins Becken führt. Sie besteht aus Edelstahl. Eine Wasserpumpe sorgt dafür, dass die Rutschfläche ständig feucht ist. Die Pumpe wurde nach der Saison ausgebaut, um die Elektronik vor Frostschäden zu schützen - jetzt wird sie wieder eingebaut. Außerdem werden Rutsche und Sprungbretter noch vom TÜV überprüft, erklärt Nohl.
  • Zwei Tonnen Müll  hinterlassen die Badegäste während der Saison pro Woche im Schwimmbad. Dafür stehen 13 große und 22 kleinere Mülltonnen auf dem Gelände zur Verfügung. Auf dem Müll landen auch bald die Holz-Hinweisschilder, diese sollen erneuert werden.

Und dann kann schon bald in die Saison gestartet werden.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Foto: Yüce

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