30 Homberger halten Bürgerbus am Laufen

D’Bus sorgt für Mobilität in Homberg: Von links Jürgen Klotzbach, Manfred Wachsmuth, beide Fahrer, Karl-Ernst Paul, Mitglied im Lenkungsausschuss und Dirk Schumacher, Sprecher des Lenkungsausschusses Bürgerbus. Foto: Schmitt

Homberg. Die Planungen für den Bürgerbus hatten sich etwas hingezogen. Doch seit zwei Monaten fährt der Neun-Sitzer durch Homberg und seine Stadtteile. D'Bus, wie er genannt wird, ist beliebt bei all jenen, die ihn für ihre Mobilität brauchen.

Das Personal

Unter dem Dach des Vereins Bürger für Homberg hat sich eine Bürgerbus-Gruppe mit 30 Frauen und Männer gegründet. Sie kümmern sich um die Organisation. Dabei sorgen 17 Fahrer dafür, dass die Gäste ihre Ziele erreichen. 13 Frauen und Männer nehmen montags und mittwochs die Wünsche der Fahrgäste entgegen, koordinieren die Touren und stellen den Fahrplan zusammen. Sie alle setzen sich ehrenamtlich für mehr Mobilität in der Kreisstadt ein.

Die Fahrtziele

„Der Bürgerbus ist kein Linienbus, und sieht sich auch nicht als Konkurrenz zu Taxis oder Krankentransporten“, erklärt Dirk Schumacher, Sprecher der Leitungsteams. Gefahren werden die Menschen zu Ärzten, Apotheken und zum Einkaufen. Dabei holen die Fahrer, die einen Button mit ihrem Namen tragen, die Fahrgäste zu Hause ab und bringen sie zur abgesprochenen Zeit wieder zurück. Manchmal tragen die Fahrer schon einmal die Einkaufstaschen bis vor die Tür des Fahrgastes. Doch bevor die ehrenamtlichen Fahrer an dem Projekt teilnehmen konnten, absolvierten sie einen Gesundheitscheck und frischten den Erste-Hilfe-Kurs auf.

Die Finanzierung

Angeschoben hat das Projekt die Herbert-Quandt-Stiftung mit einer Spende von 30 000 Euro. Davon wurde der Bus, ein Opel Vivario, für 24 000 Euro gekauft. Das ein Jahr alte Fahrzeug hat gerade mal 13 000 Kilometer auf dem Tacho. Doch die restlichen 6000 Euro reichen auf Dauer für den Betrieb nicht aus. Dr. Gerhard Grebe, Vorsitzender des Vereins Bürger für Homberg, rechnet mit jährlichen Betriebskosten von 7000 Euro. Gesichert werden soll durch Spenden - „Wir haben 20 Spender, die uns regelmäßig unterstützen“ -, dazu kommen Spenden der Fahrgäste sowie ein Zuschuss aus dem städtischen Haushalt. Dazu kommt der Verkauf von Werbung auf dem Bus. Von 38 Flächen sind bereits 27 in unterschiedlichen Größen verkauft, sagen Grebe und Schumacher.

Helfer willkommen

Willkommen sind nach Angaben von Schumacher weiterhin Helfer. Wer als Fahrer oder im Telefondienst einen Beitrag zu mehr Mobilität in Homberg leisten will, soll sich bei Dirk Schumacher unter Tel. 05681/4848 oder per E-Mail dirk@schuma.eu melden.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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