Homberger Künstlertreff bleibt erhalten

Er steht hinter dem Künstlertreff in Homberg: Ausstellungsleiter André Grabcynski – auf dem Foto mit Künstlerin Agata Marzok-Kryszak aus Gudensberg – ist fürs nächste Jahr auf der Suche nach Helfern und Unterstützern. Foto:  Brandau

Kunst kostet Nerven - das weiß Ausstellungsleiter André Grabcynski. Nichts desto trotz will er den Künstlertreff in Homberg am Leben erhalten. Ein paar Änderungen soll es im kommenden Jahr aber geben.

Der Homberger Künstlertreff soll im nächsten Jahr mit neuen Ideen überarbeitet werden. Ausstellungsleiter André Grabcynski ist dafür auf der Suche nach Anregungen und Unterstützern.

Beim Künstlertreff am vorigen Wochenende war bei der Vernissage am Freitag und am Samstagnachmittag eher wenig los. Sind Sie denn zufrieden mit der Ausstellung?

André Grabcynski: Ja, bin ich. Wir haben viele positive Resonanzen von den Besuchern bekommen: über das gute Niveau, den ästhetischen Aufbau, das breite Spektrum der Exponate.

Aber Sie haben doch bestimmt mit mehr Besuchern gerechnet.

Grabcynski: Nun ja. Wir sprechen von einer Ausstellung, nicht von einer Sportveranstaltung. Da kommen einfach prinzipiell weniger Menschen. Und auch wenn Samstag und Freitag nicht der große Andrang herrschte, war am Sonntag umso mehr los - das war der Hauptbesuchstag. Und wie gesagt: Die Resonanz war richtig gut, wir haben viele positive Meinungen erhalten.

Das klingt, als sei es schwer, Kunst in der Kleinstadt zu vermitteln.

Grabcynski: Sagen wir so: Der Künstlertreff ist ein tolles Alleinstellungsmerkmal für Homberg. Wir bieten Künstlern aus dem ganzen Landkreis, ja aus der ganzen Region ein gutes Forum, nicht nur denen aus der Kreisstadt. Und das kommt an.

Sie planen fürs nächste Jahr wieder eine Ausstellung. Haben Sie denn eine so große Auswahl an Künstlern, die ausstellen möchten?

Grabcynski: Das ist das geringste Problem. Die Künstler der diesjährigen Ausstellung wollen zu 90 Prozent auch bei der im nächsten Jahr wieder dabei sein. Das wirkliche Problem des Künstlertreffs ist die geringe Zahl der ehrenamtlichen Helfer: Der Künstlertreff ist bislang eine One-Man-Show. Ich habe in den vergangenen drei Jahren die Vorbereitungen immer alleine gemanagt - und das würde ich künftig gerne ändern.

Aber Sie haben das doch gewuppt bekommen.

Grabcynski: Ja. Aber das Zauberwort lautet wirklich „Man-Power“, also noch mehr zuverlässige ehrenamtliche Helfer beim Aufbau und an der Kasse, an der Cafeteria. Allein die vorbereitenden Gespräche mit Künstlern, Musikern, Menschen vor und hinter den Kulissen, die Werbung - all das kostet Zeit, Geld, Nerven.

Dennoch wollen Sie es nächstes Jahr wieder wagen?

Grabcynski: Ja. Ich will nicht das Handtuch schmeißen und die Veranstaltung sterben lassen. Das haben die Künstler nicht verdient. Vielleicht gibt es im nächsten Jahr noch mehr Menschen, die unentgeltlich mitarbeiten wollen. Ich würde mich wirklich darüber freuen.

Quelle: HNA

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