Homberger Lars Röse zaubert bei Lichterfest Feuerwerk an den Himmel

Freut sich auf das Feuerwerk: Lars Röses Leidenschaft ist die Pyrotechnik. Beim Homberger Lichterfest wird er für das Feuerwerk von der Hohenburg aus zuständig sein. Im Hintergrund ist unter anderem das Areal der Efzewiesen zu sehen, wo das Fest stattfindet. Foto: Yüce

Homberg. Jetzt können nur noch Blitz und Donner das Höhenfeuerwerk auf dem Homberger Schlossberg verhindern: Die Dohlen brüten nicht mehr in der Hohenburg, ihr Nachwuchs ist ausgeflogen, und Pyrotechniker Lars Röse liegen die Genehmigungen von den Behörden vor.

Zieht also am Samstag, 2. Juli, kein Gewitter auf, dann wird Lars Röse der erste sein, der ein professionelles Höhenfeuerwerk auf der Hohenburg zündet. Der Homberger freut sich riesig darüber, dass er den Nachthimmel über Homberg unter anderem mit Sternen, Herzen und Co. zum Leuchten bringen darf. Sogar ein Lächeln wird er an den Homberger Nachthimmel bringen - mit einem Smiley.

Eigentlich hatte er das schon im vergangenen Jahr vor. Doch war das Altstadtfest zu früh im Jahr und die Dohlen-Kolonie in der Hohenburg noch am Brüten. Deshalb wurde das geplante Feuerwerk abgesagt.

Schon als Kind habe ihn das Feuerwerk an Silvester begeistert. Später dann wurde aus der Leidenschaft mehr - er ließ sich ausbilden. Dafür musste er als Helfer bei 26 Feuerwerken dabei sein, einen Lehrgang besuchen und beim Regierungspräsidium eine Prüfung ablegen. Inzwischen ist er für bis zu zwölf Feuerwerke im Jahr zuständig.

Mit den typischen Silvesterraketen habe das, was er jetzt macht, nicht mehr viel zu tun, sagt Röse. Bis zu 100 Meter könne sich eine seiner Feuerwerksbomben ausbreiten.

Vor allem die Sicherheit stehe für ihn an erster Stelle, sagt er. Deshalb dauere die Vorbereitung auch mehrere Stunden, und deshalb werde die Hohenburg am Samstagabend auch abgesperrt. Zutritt haben dann nur er und seine drei Kollegen der Firma Pyroformance aus Baunatal, die mit von der Partie sein werden. Gemeinsam mit dem Autohaus Döll sponsern sie das Feuerwerk.

Die Pyrotechniker müssen die Rohre mit den Feuerwerksbomben füllen und mit der Zündanlage verbinden. Alles sei streng nach dem Sprengstoffgesetz geregelt. Das sei auch gut so: „Das Feuerwerk ist gefährlicher als Sprengstoff“, sagt Röse. Die Sicherheit ist ihm auch beruflich wichtig, der 43-Jährige arbeitet als Fachkraft für Arbeitssicherheit beim Landkreis. Damit auch alles perfekt abläuft, wird das Glitzerwerk vorher auf dem Computer simuliert.

Schaulustigen rät Röse davon ab, auf die Burg zu kommen. „Von dort oben sieht man das Feuerwerk nicht. Das sieht man am besten von der Efzewiese, also vom Lichterfest aus“, erklärt er. Alles sei so berechnet, dass man von dort den schönsten Blick hat.

Doch auch die Menschen in Wabern und Borken könnten es sehen. Selbst wird Lars Röse von seinem Feuerwerk nicht viel sehen. „Ich stehe direkt darunter und habe die Technik im Griff und und den Wetterbericht im Blick“, sagt er.

Jede halbe Stunde bekommt er den von einem Experten aus Harle zugespielt. „Wenn ein Gewitter aufzieht, müssen wir abziehen“, sagt der 43-Jährige. Das habe mit der statischen Aufladung zu tun.

Er hoffe auf einen schönen, lauen Sommerabend - und auf Applaus. Das sei nach dem Spektakel die schönste Belohnung für die Feuerwerker. „Dann wissen wir, dass es den Menschen gefallen hat.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Kommentare