Stadtverordnete stimmten auch Kreiselbau zu

Homberger sagen Ja zum Einkaufszentrum an der Drehscheibe

So soll der Eingang zum neuen Einkaufszentrum an der Homberger Drehscheibe aussehen. Grafik: Schoofs

Homberg. Die Homberger Stadtverordneten haben am Donnerstag den Weg für das Einkaufszentrum auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Ulrich frei gemacht.

Mehrheitlich sprachen sie sich für das Projekt am Rande der Altstadt aus. Sie stimmten auch für den Bau eines Kreisels an der Kasseler Straße/Ziegenhainer Straße (Drehscheibe). Ob dort nun ein Mini-Kreisel oder ein normaler Kreisverkehr gebaut wird, steht nicht fest.

Schoofs Immobilien (Frankfurt) will auf dem Gelände ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von 7500 Quadratmetern bauen. Mindestens 15 Mio. Euro sollen investiert werden, so Schoofs (wir berichteten). Als Eröffnungstermin wurde das Frühjahr 2018 genannt. Unter anderem soll der Rewe-Markt vom Stellbergsweg dorthin umziehen, ein Discounter soll einziehen. Die Stadtverordneten wünschten sich einen Aldi-Markt. Ob es dazu kommt, dass der Discounter vom Einkaufszentrum im Osterbach an die Drehscheibe zieht, wurde nicht bestätigt. Neu ist, dass dort eine Außengastronomie genehmigt wird.

Kritik an den Plänen gab es von der FWG. Christian Utpatel befürchtete, dass es zu weiteren Schließungen und Verkleinerungen in der Altstadt kommen könnte. „Mich betrübt die einseitige Nutzung“, sagte er. Wohnen und Einkaufen seien möglich gewesen. Statt einer glitzernden Einkaufswelt bekomme man ein schnödes Einkaufszentrum. Diese düstere Prognose stellten SPD, CDU, FDP und Grüne nicht auf. Sie entspreche nicht der Realität. „Für eine Glitzerwelt fehlen die Käufer in Homberg“, sagte Klaus Bölling (Grüne). Das Einkaufszentrum sei ein Mosaikstein bei der Entwicklung einer besseren Altstadt, so Stefan Gerlach (SPD). „Die Stadt hatte bei der Planung Einfluss“, lobte Christian Haß (CDU), obwohl ihr das Gelände nicht gehöre.

Nun sind die Projektentwickler am Zug.

Hintergrund

Zufrieden mit den Vereinbarungen mit den Projektentwicklern ist der Schulleiter der Hermann-Schafft-Schule, Dietmar Schleicher. Bleibe es bei den Zusagen für einen separaten Zebrastreifen - etwas abseits des Kreisels an der Kasseler Straße - und bei einer Bedarfsampel, werde viel für die Sicherheit der seh- und hörgeschädigten Schüler getan.

„Es waren sehr konstruktive Gespräche und die Anliegen der Schüler wurden gesehen und ernstgenommen“, so Schleicher. Derzeit sei die Situation an der Drehscheibe für die Schüler nicht sicher, fügt er an. Ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf der Kasseler Straße/Höhe EKZ sei wünschenswert.

Quelle: HNA

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