Parlament will besser informiert werden

Homberger Stadtmarketing-Verein wird Geld vorerst gestrichen

+
Eine der Aktivitäten des Stadtmarketing-Vereins: der Homberger Herbstmarkt. Unser Archivbild aus 2013 zeigt Lara-Sophie und Leonie Halbig mit Mutter Sabrina und Sven Knuth sowie rechts Nicole Boland von der Ritterschaft zu Hohenburg beim Basteln auf dem Marktplatz.

Homberg. Der Homberger Stadtmarketing-Verein muss zunächst mit weniger Geld auskommen. Die Stadtverordneten stimmten bei nur drei Gegenstimmen dem Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses zu, 60.000 Euro des auf 110.000 Euro im Haushalt festgelegten Zuschusses der Stadt mit einem Sperrvermerk zu versehen.

"Wir möchten einfach besser über die finanzielle Lage des Vereins informiert werden", sagte Joachim Pauli (CDU) als Begründung für die vorläufige Sperrung des Geldes. Auch vom Stadtmarketingverein müsse man einen solidarischen Beitrag bei Einsparungen erwarten, ergänzte Claudia Ulrich (CDU).

110.000 Euro pro Jahr seien viel Geld, meinte auch Hilmar Höse (Grüne). Es sei legitim, zunächst die Zuschüsse zu reduzieren angesichts des Sparzwangs der Stadt Homberg, die ja unter dem Schutzschirm sei wegen ihrer hohen Schulden.

Das Geld sei ja im Haushalt eingestellt, ergänzte Eckbert Siebert (FWG). Auf Antrag könne es auch wieder freigegeben werden. "Wir wollen nur wissen, wie sich die Kosten für die Aktivitäten zusammensetzen", sagte Siebert.

"Wir wollen mehr parlamentarische Kontrolle", brachte es Stefan Gerlach (SPD) auf den Punkt. Er schlug vor, im zuständigen Ausschuss über das Stadtmarketing zu reden, das sei der richtige Ort dafür. Gerlach stellte klar, dass der Verein viele Erblasten habe übernehmen müsse und einen schweren Job habe, gerade für die Ehrenamtlichen. Auch der Geschäftsführer leiste aufopferungsvolle Arbeit. "Wir verringern lediglich den Planungshorizont", betonte er. Über weitere Zuschüsse müsse bei Bedarf entschieden werden.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

Kommentare