Die Homberger Tafel hat nun einen Defibrillator

Homberg. Die Homberger Tafel hilft Menschen in Not, und das jetzt auch medizinisch. Herzstück des Notfallkoffers, den die Tafel jetzt bekam, ist ein Defibrillator, mit dem bei Herzstillstand Leben gerettet werden kann.

Der Koffer soll einen festen Platz im neuen Tafelladen im ehemaligen CEKA-Kaufhaus bekommen, eine Hinweistafel im Schaufenster soll auf ihn aufmerksam machen. „Wenn man den Koffer öffnet, wählt er automatisch die Notrufnummer“, erläuterte Manfred Walter von der Firma Pro Humanis. Über eine Freisprechanlage kann der Helfer dann mit der Notfallzentrale kommunizieren.

Die Tafel wird den Koffer während ihrer Öffnungszeiten für den Notfall bereit halten. Neben einem Erste-Hilfe-Set verfügt er über den Defibrillator, den auch Laien bedienen können. Eine Stimme erklärt Schritt für Schritt, wie das funktioniert; von der Herz-Druck- Massage über die Beatmung bis hin zum Anlegen der Elektroden am Körper. „Auch wenn man sich vielleicht nicht traut. Im Notfall sollte man alles versuchen, um Leben zu retten“, sagte Walter. Die ersten Minuten seien oft lebenswichtig. Der Koffer kostet 3200 Euro und wurde durch Spenden finanziert. Dierk Glitzenhirn, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Schwalm-Eder, will dafür sorgen, dass der Koffer gut erreichbar ist. Am neuen Standort der Tafel befindet sich auch die Kleiderkammer des Diakonischen Werkes, weshalb die Öffnungszeiten im Laden verlängert wurden. „Demnächst sollen sie echten Geschäftszeiten angepasst werden“, sagte er. (zty)

Quelle: HNA

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