Schwibbögen mit Stadtmotiven

Miniaturformat: Hombergs Altstadt fürs Fenster

Homberg. Strahlend schön: Die Homberger Marienkirche und sogar einige der prägenden Fachwerkgebäude der Altstadt passen auf eine Fensterbank.

Zumindest dann, wenn Werner Emmeluth aus Felsberg sich zuvor damit beschäftigt hat. Denn er ist ein Spezialist für Miniaturen und stellt Schwibbögen mit dem Motiv der Homberger Altstadt her. Martina Bülter von der Homberger Touristinfo habe ihm ein Bild der Altstadt zur Verfügung gestellt. „Das ist wichtig, denn ich zeichne die Motive ab und bringe sie auf Maß“, erklärt der 67-Jährige. Das sei eine ganz schöne Tüftelei. „Da habe ich eine ganze Nacht daran gearbeitet“, sagt er. Denn wenn er erstmal angefangen habe, dann könne er nicht so schnell damit aufhören. Sei die Zeichnung fertig, gehe es an die Arbeit mit dem Holz. Emmeluth verwendet meist Birke. „Die ist härter und lässt sich besser bearbeiten. Die Konturen kommen so besser heraus“, sagt er.

Echte Handarbeit

73 Zentimeter lang und 45 Zentimeter hoch ist der Homberger Schwibbogen. Und natürlich ist er auch beleuchtet. „Es ist ein schönes Hobby“, sagt Emmeluth, der früher sogar beruflich Modelle gebaut hat. Flugzeuge und Schiffe. „Das ist echte Handarbeit“, sagt er plötzlich. „Das ist mir wichtig“, fügt er an. Denn oft würden die Modelle maschinell und nicht mit so viel Detailverliebtheit hergestellt. So überschwemmten etwa Modelle aus Fernost den deutschen Miniatur-Markt.

Trotz aller Erfahrung, meist muss Emmeluth mehrere Anläufe nehmen, ehe ihm ein Modell wirklich gefällt. Den Homberger Schwibbogen hat er vier Mal neu erarbeitet, bis er mit dem Ergebnis zufrieden war. Das sind offenbar auch seine Kunden, denn einige der Schwibbögen stehen nicht nur in Wohnungen im Landkreis, sondern auch im Ausland. „Manche Kunden haben die Bögen verschenkt und verschickt“, weiß Emmeluth und freut sich darüber. Das sei schon ein Kompliment, sagt er und lächelt.

Nicht nur die Kreisstadt, auch Felsberg und Fritzlar hat Werner Emmeluth im Schwibbogen verewigt. Weitere Motive aus anderen Städten könnte er sich zudem vorstellen.

Ein echter Tüftler

Beim Clobesmarkt in Homberg wird er den Schwibbogen zum Verkauf anbieten. „98 Euro kostet einer. Ich nehme schließlich keine Erzgebirgs-Preise“, sagt Emmeluth. Am Samstag wird er beim Clobesmarkt dabei sein. „Vielleicht auch am Sonntag, das hängt aber davon ab wie es mir geht“, sagt der gesundheitlich angeschlagene Tüftler.

• Der Homberger Clobesmarkt ist Freitag und Samstag von 11 bis 21 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Quelle: HNA

Kommentare