Hombergs Altstadt verändert sich: Ehemalige Apotheke wird saniert

Homberg. Mit dem Abriss des Nebengebäudes der ehemaligen Engelapotheke in Homberg kann schon bald begonnen werden. Das erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf HNA-Anfrage.

Die Bewilligung des Hessisches Umweltministeriums liege jetzt vor. Er hoffe, dass das Gebäude im ersten Quartal 2016 abgerissen werde. Dadurch würde nicht nur das Gebäude in seinen historischen Zuschnitt zurückversetzt, die Planungen für ein Haus der Reformation und Geschichte kämen einen großen Schritt voran. „Das ist der Startschuss, dafür, dass es mit dem Ausbau der Engelapotheke losgehen kann“, sagt der Vorsitzende der Burgberggemeinde Alfred Uloth und freut sich darüber. Allerdings müsse das Fördergeld wie erhofft fließen. „Dann kann es losgehen“, so Uloth.

Die Herausforderung 

Die Herausforderung sei, eine möglichst sinnstiftende Wirkung zu erzielen, sagt Ritz.

Schlechter Zustand: So sieht es in dem Anabau aus.

Durch den Anbau eines Aufzuges an der Rückseite des Gebäudes wäre zum Beispiel nicht nur die barrierefreie Erschließung der ehemaligen Engelapotheke (vom Erdgeschoss bis in das dritte Obergeschoss), sondern auch die des gleich angrenzenden Bauamtes möglich.

Die Umstrukturierung

Die Chance, das Gebäude Obertorstraße 1 vom Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss ebenfalls barrierefrei nutzen zu können, könne einen großen Einfluss auf die geplante Umstrukturierung des Rathauses nehmen, da man dadurch einen freieren Gestaltungsspielraum erhalte, erklärt Ritz. Man denke somit schon gleich weiter und schaffe gute Voraussetzungen.

Das Treppenhaus 

Auch die Verlegung des Treppenhauses sei möglich, sagt Ritz. Ein denkbarer Standort dafür sei ebenfalls die Rückseite der ehemaligen Apotheke. Das alte Treppenhaus müsse nicht zwangsläufig erhalten werden, das es nicht historisch sei. Andererseits habe es eine günstige Lage in der Gebäudemitte, so Ritz.

Das Projekt Dass die ehemalige Engelapotheke Vereinen zur Verfügung gestellt werden soll, die sich mit Geschichte beschäftigen, haben die Stadtverordneten beschlossen. Einziehen würden die Burgberggemeinde, der Verein Haus der Reformation, die Bibelgesellschaft und der Geschichtsverein. Und: Auch das Heimatkundliche Archiv solle mit einziehen können, so Uloth. Statt das ganze Haus zu restaurieren, werde man sich auf die beiden unteren Etagen beschränken.

Die Finanzierung 

Da die verschuldete Stadt kein Geld zur Verfügung stellen kann, haben die Vereine an einer Lösung getüftelt. Eine erste Schätzung habe sich auf 720.000 Euro belaufen, erklärt Uloth. Ein Viertel davon, 180.000 Euro, solle mit Eigenmitteln der Vereine und mit Unterstützung aus dem Förderprogramm für ländliche Entwicklung (Leader) sichergestellt werden. Für den restlichen Betrag von 540.000 Euro könne die Stadt Fördergeld aus dem Programm Stadtumbau West beantragen, so Uloth. Die Entscheidung Wie genau der Umbau der ehemaligen Engelapotheke aussehen wird, entscheiden die Stadtverordneten in einer ihrer nächsten Sitzungen.

Quelle: HNA

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