„Standort nicht schlecht reden“: Wagner zum Kauf des Kasernengeländes

Homberg. Er lasse sich den Standort nicht schlecht reden, teilt Hombergs Bürgermeister Martin Wagner zur Diskussion um den geplanten Kauf des ehemaligen Kasernengeländes durch die Stadt Homberg mit.

Damit reagiert er sowohl auf eine Stellungnahme der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in der Samstagsausgabe der HNA als auch auf die Kritik der Grünen an dem Vorhaben. Er habe in den vergangenen sechs Jahren viele Gespräche mit Bima und Kaufinteressenten geführt, so Wagner in einer Pressemitteilung. Er betont, dass allen Parlamentariern umfangreiche Unterlagen und Informationen vorgelegen hätten. Auch ein teilweiser Kauf des Geländes (PV-Fläche) sei möglich gewesen, das habe ihm ein Bima-Vorstand telefonisch zugesagt, so Wagner.

Die Stadt müsse die Gesamtfläche kaufen, damit sie die Entscheidungsfreiheit über die Ansiedlung der Unternehmen behalte. Die Kaufinteressenten hätten erklärt, dass sie über 30 Arbeitsplätze schaffen wollen. Weitere 70 Arbeitsplätze sollten über die Errichtung der Pyrolyseanlagen und Algenzucht entstehen. Die Pyrolyseanlage für Altreifen in Homberg sei eine zukunftsweisende Technologie. Schon bei der in Hoyerswerda in Betrieb befindlichen Anlage liege eine Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz vor.

Es gebe weitere Flächen, die Pachteinnahmen aus Photovoltaik ermöglichten. Die zwei Millionen Euro Einnahmen resultierten aus 75 000 Euro Pacht pro Jahr, die 29 Jahre gezahlt würden. Gelände ist erschlossen Die Kosten für die Sanierung der Infrastruktur und der Abwasseranlagen lägen bei etwa 1,8 Millionen Euro abzüglich Konversionszuschüsse in Höhe von etwa 50 Prozent. Die von den Grünen genannten vier bis fünf Millionen Euro für die Erschließung der Liegenschaft stimme nicht, weil das Gelände schon erschlossen sei. Ebenfalls eine Absage erteilt Wagner dem „Grünen Konzept“, das eine Entwicklungsgesellschaft durch Bima, private Kaufinteressenten und die Stadt vorsieht.

Da dürfe die Stadt nur Fördergeld hineingeben – mehr nicht. Um diese zu bekommen, müsse die Stadt die Mehrheit in der Gesellschaft halten und trage somit auch das Risiko. Andere kauften auch Der Plan Hombergs sei nicht risikoreich und ungewöhnlich, so Wagner. Andere Städte wie Schwalmstadt und Sontra hätten ebenfalls komplett Flächen gekauft, um für die Entwicklung des eigenen Gewerbegebietes allein verantwortlich zu sein. (may)

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Quelle: HNA

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