Hortgruppe vor Rettung: Fritzlarer Bürgermeister sagte weitere Gespräche zu

Fritzlar. Die Hortgruppe in der Fritzlarer Kinderarche ist so gut wie gerettet. Das ist das Ergebnis des Runden Tisches, zu dem die evangelische Kirchengemeinde eingeladen hatte.

Die Gruppe stand vor dem Aus, weil sich die Kirchengemeinde die Hortgruppe nicht mehr leisten kann, wie Kirchenvorstandsvorsitzender Hilmar Liese betonte: "Wir können nur das ausgeben, was wir reinbekommen." So war geplant gewesen, die Gruppe im Sommer auslaufen zu lassen.

Die Kirche hatte allerdings zugesagt, dass die Kinder, die zurzeit dort sind, auf jeden Fall weiter betreut werden. Lara Decher, alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, schilderte dem Runden Tisch ihre Nöte. Es sei ihr gelungen, aus Hartz IV in eine Beschäftigung zu kommen; das wäre gefährdet, wenn sie keinen Betreuungsplatz hätte. Die Grundschule Fritzlar, an der es 60 Betreuungsplätze gibt, biete kein Angebot in den Ferien.

Bürgermeister Lange plädierte dafür, dass die Betreuung an der Grundschule ausgebaut werde: mehr Plätze, längere Zeiten. Zurzeit sieht die Grundschule keine Möglichkeit, das Angebot zu erweitern, hatte Schulleiterin Iris Nitschke im Gespräch mit der HNA gesagt. Zum Runden Tisch war kein Vertreter der Schule gekommen.

Die Betreuung an der Schule könnte auch der Förderverein übernehmen. Dazu sei er grundsätzlich bereit, sagte die Vorsitzende Barbara List. Allerdings habe der Verein Probleme, bei den kommenden Wahlen den Vorstand zu bestücken.

Es war schnell klar, dass mehr Betreuungsplätze an der Schule bis zum Sommer nicht realistisch sind. Für die Eltern, deren Kinder ab Sommer in die Grundschule gehen, sei daher eine Übergangslösung notwendig. Diese wird nun offenbar die bestehende Hortgruppe in der Kinderarche werden. Der Bürgermeister und die Kirchengemeinde einigten sich auf Gespräche. Lange wies darauf hin, dass die Stadt schon jetzt 80 Prozent der verbleibenden Kosten für die Hortplätze trage. Über die fehlenden 20 Prozent werde man sicher Einigkeit erzielen.

Lange brachte eine Bestandsgarantie für die Hortgruppe bis zum Jahr 2017 ins Gespräch.

Dorothee Schäfer, Leiterin der Kinderarche, zu der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze gehören, verwies auf die wichtige Arbeit im Hort. Gerade Kinder aus schwierigen Verhältnissen seien dort gut aufgehoben.

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Quelle: HNA

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