Die alte Dame verfällt

Eines der ältesten Gebäude der Stadt: Hospitalskapelle St. Georg ist einsturzgefährdet

Melsungen. Die St.-Georgs-Kapelle stammt aus romanischer Zeit und ist eines der ältesten Gebäude Melsungens. Aber die Kapelle, die 1303 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist stark sanierungsbedürftig. Etwa 100.000 Euro fehlen der Stiftung Hospital St. Georg.

Bereits in den Jahren 1967/1968 sowie von 2007 bis 2009 wurde die Kapelle gründlich renoviert. „Sie ist seit dem mit einem kleinen Altar, einer Orgel und einer Heizung ausgestattet, so dass sie wieder ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend benutzt wird“, sagt Hospitalsverwalter Thomas Garde. Regelmäßig würden dort Andachten abgehalten und auch Hochzeiten und Taufen fänden in dem kleinen Gotteshaus statt.

Es handele sich bei der Hospitalskapelle um ein geschichtlich und denkmalpflegerisch wichtiges Gebäude.

2007 ist ein Teil der Sandsteinmauer entlang der Hospitalstraße durch den Bau einer Stützmauer entlastet worden. „Es drohte Einsturzgefahr und somit eine Gefährdung des öffentlichen Verkehrsraum“, sagt Garde. 2008 wurde daher eine umfassende Sanierung des Dachstuhls vorgenommen, wobei der größte Teil der Holzkonstruktion ausgetauscht werden musste. Diese Sanierungsmaßnahme habe 120.000 Euro verschlungen, sagt Garde weiter.

An der Giebelseite der Kapelle sind starke Risse im Mauerwerk vorhanden, die sich weiter verstärkt haben. Die Risse durchdringen das gesamte Mauerwerk und sind auf den Außenseiten und im Innenraum der Kapelle deutlich zu erkennen. Aus diesem Grund wurde aus Sicherheitsgründen die Hospitalskapelle vorübergehend gesperrt.

„In den Ecken im Innenraum der Kapelle wurden Stützpfeiler errichtet, die durch Querverstrebungen miteinander verbunden sind.“ Dies gebe zusätzliche Sicherheit, erklärt Garde.

Für eine Mauerwerksanierung verfügt die Stiftung des Hospitals St. Georg nicht über genügend Geld. „Wir sind auf Spenden angewiesen.“ Nach Aussage des Architekten würden für die Arbeiten mindestens 100.000 Euro benötigt.

Spendewillige können sich bei Kassenverwalterin Elke Wenderoth melden. (ddd)

Kontakt:  Tel. 05661/708103 oder per E-Mail elke.wenderoth@melsungen.de

Quelle: HNA

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