Tolle Stimmung beim Mundartnachmittag im Gudensberger Bürgerhaus

Mundartnachmittag im Gudensberger Bürgerhaus: Nu hossde dinn Fedd

Gudensberg. „Nu mach, was de willsd, nu hossde dinn Fedd, nu hossde, nu hossde, nu hossde dinn Fedd…“, so erklang es am Sonntag aus den Kehlen des Gleichener Männergesangvereins im Duett mit Sänger Jochen Faulhammer und Christine Weghoff am Akkordeon.

Und „Nu hossde dinn Fedd” lautete denn auch die Überschrift des amüsanten Mundartnachmittages im gesteckt vollen Saal des Gudensberger Bürgerhauses.

Rund ums Fett ging es, und das macht bekanntlich ja am meisten Freude, wenn es der andere ist, der es abbekommt. Wie beispielsweise im schönen alten Lied „Es war einmal ein Jäger, hali-halo ein Jäger….” und seines vieldeutigen Refrains zu des Jägers außerehelicher Aktivität: „Im Leben, im Leben, geht mancher Schuss daneben.”

Am Fuße des Herkules

Ins eigene Fettnäpfchen indes tritt meist das Annchen, ob es nun unfeiwillig Runde um Runde Heimatkunde im Kreiselverkehr betreibt oder, statt in seinem angepeilten Ziel Melsungen, zu Füßen des Herkules landet. Und dies just in jenem Augenblicke, als der gute, alte Grieche – nach aufwändiger Restauration – wieder auf seinen Sockel gehievt werden sollte.

Aus der Nähe besehen sei der aber auch nur ein Mann, so des Annchens Erkenntnis: „Muckis links, Muckis recht, Waschbrettbauch, aber hohl in der Birne.”

Auch die Sache mit dem kostengünstigen Kopfbild vom blitzenden Straßenautomaten will beim Annchen nicht so recht funktionieren: „Als es geblitzt had, hadde ich grade de Auchen zu, un de Haare waren au nid so hübsche frisiert. Also bin ich noch emo da hin, hab de Auchen ufgeruppet, gelächelt und bin gaaanz langsam gefahren – und dann geht doch das Dingen nit!”

Ums Liften ging es im Dialog von Perle Annchen und Putzkollegin Briggide: „Die schnieden dich hier verne vom Ohre her uff, und dann schlubbern se alles raus un zerren de Haut wieder zurück.” Man denke ja immer, die amerikanischen Schauspielerinnen würden so freundlich lächeln: „Nee, bei denen ist einfach de Haut zu kurz.”

Gott sei dank nicht zu kurz kamen die Gäste der Veranstaltung am Kuchenbuffet. Das hatten die Sangesfrauen vom Gleichener Chor mit viel Liebe und Können vorbereitet und entsprechend appetitlich angerichtet.

Quelle: HNA

Kommentare