Die Stadt Melsungen und der Verschönerungsverein sind sich uneins bei der Wartung von Häuschen

Hüttenpflege als Zankapfel

In gutem Zustand: Die Carl-Braun-Hütte (oben) liegt auf der Kuppe eines Waldweges, der parallel zur Todi-Allee verläuft. Foto: Dräger

Melsungen. Der Heimat-und Verschönerungsverein Melsungen klagt über die mangelnde Pflege des Außenbereichs von zehn Schutzhütten. Der Verein errichtete die Hütten, damit sich Wanderer vor Regen schützen können. Schriftliche Vereinbarungen in Sachen Unterhaltung der Hütten gibt es nicht.

Der Heimatverein sieht die Stadt bei Wartung, Müllentsorgung und Rasenmähen in der Pflicht, auf deren Gelände die Holzgebäude errichtet wurden. Wie die Wanderwege in Melsungen müssten aus Sicht des Vereins auch die Hütten gepflegt werden,

„Die Hütten sollen ansprechend und einladend für die Wanderer aussehen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Heinrich Ostheim. Um die Hütten selbst kümmere sich der Verein, obwohl sie auf städtischem Boden stünden. Doch bei der Anlagenpflege erhoffe sich der Verein Unterstützung in Form von Patenschaften oder von den Namensträgern der Hütten. Dabei seien keine Spezialisten gefordert, vielmehr gehe es um Dinge wie die Müllentsorgung.

Müllentsorgung

Aus Sicht der Stadt Melsungen ist der Heimatverein als Stifter der Hütten in der Unterhaltungspflicht. Die Stadt fahre die gut erreichbaren Hütten aber wöchentlich zur Müllentsorgung an und übernehme Mäharbeiten. Für die Pflege der Hütten tiefer im Wald sei die Forstverwaltung zuständig, erklärte Bauamtsleiter Martin Dohmann. Außerdem seien die Wege zu den Schutzhütten teils so zugewuchert, dass man sie kaum erreichen könne.

Die zugänglichen Hütten sind nach Angaben der Stadt nicht pflegebedürftig, da die Gelände regelmäßig gesäubert würden.

Einen nicht sorgsamen Umgang mit den Hütten sehen der Heimatverein wie die Stadt als Problem. Doch ob ein gepflegtes Aussehen der Hütten Jugendliche davon abhält, diese zu zerstören, sei fraglich. „Wer randalieren will, der tut es“, erklärt Martin Dohmann. Dabei gingen Jugendliche wie Erwachsene nicht immer sorgsam mit den Hütten um.

„Alle Wanderhütten sind gut erreichbar, keine ist zugewuchert“, sagt Christian-Peter Foet, Leiter des Forstamts Melsungen.

Die Schutzhütten im Melsunger Stadtwald sowie im Staatswald, um die das Forstamt sich kümmere, seien in einem guten Zustand, so Foet. Als Beispiel nennt der Forstamtsleiter die Carl-Braun- Hütte im Stadtwald sowie die Albrecht-Hütte im Staatswald. (ymd)

Quelle: HNA

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