Hufeisenstraße in Altendorf wird frühestens in vier Jahren saniert

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Das Rumpeln geht weiter: Die Naumburger Stadtverordneten beschlossen, dass die Erneuerung der maroden Hufeisenstraße verschoben wird.

Altendorf. In diesem Jahr hätte es mit der Rüttelpiste ein Ende haben sollen: Die Hufeisenstraße im kleinsten Naumburger Stadtteil Altendorf stand ganz oben auf der Liste der Straßen, die im Stadtgebiet dringend saniert werden müssen. Mit der Runderneuerung wird es erstmal nichts.

Die Stadtverordneten beschlossen während ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig, dass das Bauvorhaben auf das Jahr 2020 verschoben werden soll.

Und damit folgten sie dem Wunsch der Anwohner. Die waren in mehreren Versammlungen eingehend über das Projekt informiert worden, darüber, dass mit Baukosten in Höhe von rund 300.000 Euro zu rechnen sei. Entsprechend der Straßenbeitragssatzung haben sich Anlieger und die Stadt geeinigt die Kosten jeweils zur Hälfte zu zahlen.

Mangelhafte Tragfähigkeit

Nachdem nun mit Verabschiedung des Haushalts der Stadt auch das Geld für den städtischen Anteil freigegeben war, wurden die obligatorischen Bodenuntersuchungen vorgenommen. Die brachten für die Hufeisenstraße wenig erfreuliche Erkenntnisse. Dem Untergrund wurde von den Ingenieuren eine mangelhafte Tragfähigkeit attestiert, was zur Folge hat, dass der Boden nicht bis auf eine Tiefe von 40 Zentimetern ausgekoffert werden muss, sondern ein Austausch und Neuaufbau in einer Größenordnung von 90 Zentimetern nötig ist.

Außerdem wurde bei den Untersuchungen teerpechhaltiges Material festgestellt, das speziell entsorgt werden muss und zusätzliche Kosten verursachen würde. Unterm Strich kam man nun auf Gesamtkosten für den Ausbau der Hufeisenstraße in Höhe von 450.000 Euro. Die Anwohner, die zum Teil im Zuge der noch laufenden Dorferneuerung gerade erst in ihre Immobilien investiert hatten, nahmen das mit Schrecken zur Kenntnis.

Weitere Kosten könnten zudem entstehen, weil sich wegen des wesentlich tieferen Eingriffs in den Boden auch höhere Risiken für die unmittelbar an die Straße angrenzenden Gebäude ergeben. Um Beschädigungen an Fundamenten und Bausubstanz ausschließen zu können, wären Sicherungsmaßnahmen erforderlich, die die Kosten weiter in die Höhe treiben würden.

Mit den neuen Erkenntnissen lud die Stadt die Anwohner zu einer weiteren Informationsveranstaltung. Es wurde viel diskutiert und schließlich geheim über den Ausbau abgestimmt. Das Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit war gegen einen Ausbau zum jetzigen Zeitpunkt. Zu entscheiden hatte das aber letztlich das Parlament.

Das folgte nun der Empfehlung der Bürger und auch des Magistrats und räumte den Anwohnern vier Jahre Zeit ein, sich sparend auf die höheren Beiträge vorzubereiten. Das gilt letztlich auch für die Stadt. Bürgermeister Stefan Hable (CDU) machte deutlich, dass der Ausbau im Jahr 2020 nur dann erfolgen könne, wenn der Haushalt der Stadt das Geld auch hergebe.

Quelle: HNA

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