Hugenottenstübchen in Leckringhausen erhält Gemälde des Künstlers Wilhelm Fischer als Geschenk

Ein Freudentag: Für das Leckringhäuser Museum Hugenottenstübchen erhielt Renate La Croix (rechts) von Erika Schmidt ein vom Kunst- und Heimatmaler Wilhelm Fischer gemaltes Bild der Leckringhäuser Hugenottenkirche geschenkt. Foto: zih

Leckringhausen. Für den Verein zur Bewahrung und Förderung des Hugenotten-Gedankens in Leckringhausen ging jetzt ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Er bekam von der Wolfhagerin Erika Schmidt ein vom Kunst- und Heimatmaler Wilhelm Fischer (1895-1979) gemaltes Aquarellbild der Leckringhäuser Dorfkirche geschenkt.

Das Bild wird zukünftig in dem in der ehemaligen Schule untergebrachten Museum Hugenottenstübchen einen dauerhaften Ehrenplatz erhalten. Renate La Croix vom Förderverein: „Uns war bekannt, dass der renommierte und international ausgezeichnete Künstler Wilhelm Fischer, der nach der Vertreibung in Wolfhagen eine neue Heimat fand, die Leckringhäuser Kirche drei Mal auf die Leinwand bannte. Die Gemälde befinden sich jedoch alle in Privathand, der Ankauf eines dieser Bilder wäre für unser Museum vermutlich finanziell nicht zu stemmen gewesen.“

Um so größer nun die Freude, dass Erika Schmidt das aus dem Nachlass ihres Mannes Karl-Wilhelm stammende Fischer-Bild der kleinen Hugenottenkirche dem Förderverein zum Geschenk machte. Wobei das in Aquarelltechnik gemalte Bild nicht bei Schmidts in der Wolfhager Südstraße an der Wand hing. Vielmehr hatte es Karl-Wilhelm seiner in Kassel lebenden Tante Margarethe Klein als Leihgabe überlassen.

Leckringhausen war für die ehemalige Lehrerin, die Anfang dieses Jahres im Alter von 91 Jahren verstarb, eine zweite Heimat gewesen. Ihr Großvater Adam Kolbe war dort von 1914 bis 1924 Dorfschullehrer, Margarethe Klein verbrachte als Schulkind überwiegend in Leckringhausen ihre Ferien.

Als Erika Schmidt jetzt den Hausstand ihrer Tante auflöste, fiel ihr das ja ihr gehörende Fischer-Bild der Hugenottenkirche wieder in die Hände. Und sie erinnerte sich an eine vor längerer Zeit mit Renate La Croix geführte Unterhaltung. La Croix führt und verwaltet ehrenamtlich das Hugenottenstübchen. Sie sagte, dass die Leckringhäuser sich für ihr Museum ein Fischer-Bild ihrer Dorfkirche wünschen. Diesen Wunsch ließ Erika Schmidt nun in Form eines Geschenkes Wirklichkeit werden. (zih)

Quelle: HNA

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