Kommandeurshaus in der Allee: Hier entstehen acht Eigentumswohnungen

Schöne Aussicht: Vom Obergeschoss der einstigen Kommandeurswohnung blickt man auf Fritzlars Altstadt. Foto: Yüce

Fritzlar. Wo einst eine Kommandeursfamilie auf 450 Quadratmetern Wohnfläche lebte, werden schon bald mehrere Familien einziehen: Eines der beiden ehemaligen Kommandeurshäuser in der Allee in Fritzlar wird zur Zeit umgebaut.

Dort entstehen acht Eigentumswohnungen. Das zweite der großen, gelben Gebäude soll 2014 saniert werden. „Es ist eine schöne Aufgabe diese Gebäude umzugestalten und daraus Wohnungen zu machen“, sagt Peter Hrycak von der Firma Baupartner.

„Viel von der Hausfassade haben wir erhalten und im Inneren des Gebäudes bleiben alte Elemente erhalten“, erklärt er. Dazu zählen zum Beispiel Mauterstücke in den Dachgeschosswohnungen und Fliesen im Flur. Auch wird es wieder eine historische anmutende Wetterfahne auf dem Dach geben. „Die haben wir nachbauen lassen“, sagt Hrycak. „Ohne sie wäre das Gebäude doch wie ein Huhn ohne Schwanz“, fügt er an.

Wichtig sei es ihm, dass man die Ursprünglichkeit erhält. So sei es zwar nicht einfach, die Fliesen mit dem historischen Muster aus dem Eingangsbereich zu bekommen, doch sei es gelungen, eine Firma zu finden, die solche Fliesen liefere. „Das sind die Details, auf die es ankommt“, sagt er.

Moderne Elemente

Doch kam bei dem Umbau auch manch modernes Element hinzu: „Es wird Balkons geben und wir haben das Gebäude erweitert und zwar so, dass man erkennt, welches der alte und welches der neue Bereich ist. Diese klare Trennung war uns wichtig“, sagt Hrycak und freut sich, dass diese Pläne auch die Unterstützung der Denkmalpflege gefunden haben.

Architektin Christina Brode legte vor allem Wert darauf, ein gutes Gesamtbild herzustellen. „Das ist uns mit den modernen Elementen und den farblichen Unterscheidungen gelungen“, zeigt sie sich zufrieden. „Die neuen Elemente wie etwa die großen Glasbereiche integrieren sich gut in den Komplex.“

Der Umbau hin zu acht Wohnungen sei ein großer Aufwand gewesen, sagt Hrycak bei einem Rundgang durch das Haus. Während im Flur gerade der Putz aufgetragen wird, erzählt Hrycak davon, dass das Gebäude nun den Brandschutz eines Neubaus biete. „Wir liegen genau im Zeitplan“, sagt er. Komplikationen habe es keine gegeben. Ein Jahr haben die Bauarbeiten gedauert.

Zwischen 65 und 100 Quadratmeter sind die Wohnungen in dem 1900 erbauten Sandsteingebäude groß. Durch große – zum Teil bodentiefe – Fenster fällt viel Licht in die Zimmer.

Die Hausfassade bleibt erhalten, zusätzlich werden die Bewohner künftig den Blick von Balkone über die Allee bis hin in die Altstadt und zum Dom schweifen lassen können.

Alle Wohnungen in dem ersten Gebäude sind bereits verkauft, im Februar werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein und die neuen Anwohner der Allee können dann auch bald einziehen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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