Gäste genossen selbstgemachte Speisen und abendliches Feuerwerk

Hunderte feierten in Büchenwerra bei Sommer am Fluss

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Gerettet: Das Grebenauer Kirmesteam mit den „Zugpferden“ Malte Schubert und Lars Körber bringen die Rettungsinsel an Land.

Büchenwerra. Eine halbe Stunde vor dem Beginn hat's noch geregnet, aber pünktlich um 18 Uhr – zum Start des Sommerfestes „Sommer am Fluss" – kam die Sonne raus.

Zum Auftakt im Guxhagener Ortsteil Büchenwerra war Kulinarisches angesagt – im umfunktionierten Wartepavillon an der Ellenberger Brücke wurden Schlag auf Schlag „Klöße mit Duggefedd“, ein „nochdhessisches Schmeggewöhlerchen“, Spießbraten mit Krautsalat und verschiedene Bierfladen aus dem Holzbackhofen ausgegeben.

Volles Haus am Speckenplatz: Mehr als 700 Besucher feierten im 200-Einwohner-Ort Büchenwerra.

„Ich bin extra wegen der Klöße mit Duggefedd mit meinem Sohn Stefan aus Melsungen gekommen“, sagt Gisela Witzel und ließ sich schmunzelnd die Klöße schmecken. Auch der siebenjährige Eleano Wagner aus Körle, der mit seinem Urgroßvater Dieter gekommen war, biss herzhaft in einen Fladen. „Alles ist selbst gemacht, die Klöße, der Braten, die Fladen, die Dekoration und auch der Kuchen, der am Sonntagnachmittag zum Kaffeeklatsch angeboten wird“, sagte die Ortsvorsteherin Büchenwerras, Sandra Eberth. Überhaupt ist das Engagement der Einwohner nicht mit Geld zu bezahlen. „Bei 200 Einwohnern Büchenwerras sind 100 Helfer seit Tagen im Einsatz, allein am Wochenende bieten sie 150 Dienste an“, berichtet die Ortsvorsteherin.

Neben den Helfern aus dem Ort sind auch Helfer aus anderen Ortsteilen mit dabei. Schon drei Tage vor Beginn des Sommerfestes wurde jeden Nachmittag und Abend aufgebaut. „Wir wollen keine Kirmes mit hoch auf den Tischen, sondern eine schönes Sommerfest, an dem alle Gäste ihre Freude haben“, sagte Eberth. Die Teams, die beim 6. Sommerfest aktiv waren, arbeiten schon seit Jahren zusammen, als Küchen-, Theken- und Aufbauteams. „Ohne den Zusammenhalt der Menschen geht nichts“, sagte Wolfgang Eberth, früherer Ortsvorsteher und Vater der jetzigen Ortsvorsteherin in seiner Begrüßung.

Neu dabei war diesmal ein zweites Thekenteam, das von Feuerwehrleuten aus Ellenberg gestellt wurde. Einen besonderen Gag hatte sich das Grebenauer Kirmesteam um Malte Schubert ausgedacht: Mit einer Rettungsinsel, für wenig Geld bei Ebay ersteigert, kamen 15 Personen die Fulda heruntergeschippert, ehe sie von den beiden Zugpferden Malte Schubert und Lars Körber mitten ins Geschehen an Land gezogen wurden.

Eindrucksvolles Farbenspiel: Zur sechsten Auflage des Sommers am Fluss in Büchenwerra leuchtete die Fulda bis in die Nacht wunderschön.

Schon um 19.30 Uhr war kein Platz mehr auf der grünen Wiese zu ergattern. Vor zwei Jahren hatten über 700 Menschen das Fest „Sommer am Fluss“ in Büchenwerra besucht, in diesem Jahr wurde die Zahl getoppt. Als es pünktlich um 20 Uhr hieß „It´s Partytime“ und so langsam die Lichter am Fluss aufleuchteten, waren sich alle wieder mal einig: Der Sommer am Fluss ist ein tolles Fest.

Als um 23 Uhr das Feuerwerk den Abendhimmel erstrahlen ließ, war das Fest noch lange nicht zu Ende. Das Entenrennen und der abwechslungsreiche Nachmittag standen am Sonntag auf dem Programm. (yhg)

Quelle: HNA

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