Mit dem Hymer in die grenzenlose Freiheit - Treffen der Reisemobilisten in Naumburg

Lächeln mit dem Hymer um die Wette: Maria Hoste und Fredo Hoopmann aus dem Ruhrpott. Fotos: Hoffmann

Naumburg. Wenn Reinhard Mays größter Hit aus den Boxen seines Autoradios trällert, reagiert Fredo Hoopmann allenfalls mit einem müden Lächeln. Der Ruhrpott-Rentner weißt genau, dass die grenzenlose Freiheit, die der Liedermacher da besingt, nicht über den Wolken zu finden ist, sondern weiter unten auf den Straßen der Welt. „Man muss nur das richtige Verkehrsmittel nehmen“, sagt er und dreht sich zufrieden um zu seinem Hymer-Wohnmobil, vor dem er es sich am Samstagvormittag mal wieder auf dem Naumburger Campingplatz gemütlich gemacht hat. Zum achten Mal schon veranstaltet er hier das jährliche Hymer-Treffen, an dem in diesem Jahr satte 76 der rollenden Ferienwohnungen teilnehmen.

Die Fahrzeuge haben schon einige Jährchen auf dem Buckel, denn nur jene, die zwischen 1979 und 1995 von der im oberschwäbischen Bad Waldsee ansässigen Firma Hymer gebaut wurden, dürfen teilnehmen. „Es handelt sich um besondere Jahrgänge“, erklärt Hoopmann, während er tiefenentspannt eine Tasse frisch gebrühten Kaffee genießt, den Ehefrau Silvia in der winzigen Bordküche zubereitet hat. „Obwohl viele der teilnehmenden Wohnmobile 20 Jahre und älter sind, schnurren sie noch einwandfrei, die Motoren sind einfach nicht tot zu kriegen.“ Das ziehe sich von der Technik weiter durch das gesamte Fahrzeug, selbst die Innenausstattung überzeuge mit erstklassiger Qualität: „Plastik findet man hier kaum, dafür umso mehr edles Holz.“ Man wolle sich schließlich wohl fühlen während der Roadtrips über die Straßen der Welt. Und um die Freiheit noch auf die Spitze zu treiben, fährt auf einem Hänger Hoopmanns Mini-Pkw gleich mit, „so ist man vor Ort noch flexibler“.

Tüfteln und schrauben

Beobachtet man Hoopmann und seine Hymerfreunde während ihres Wochenendes in Naumburg, lässt sich schnell erahnen, dass es nicht nur die Freiheit ist, die die Wohnmobilfans fasziniert. Längst nämlich sind sie zu einer eingeschworenen Gemeinschaft gewachsen, tüfteln und schrauben an ihren alten Schätzchen, sitzen gemütlich beisammen und tauschen Anekdoten von all ihren faszinierenden Hymerfahrten. Ob Jung oder Alt, hier sprechen alle die gleiche Sprache, teilen alle die gleiche Leidenschaft - nämlich die vom Reisen ohne Zwänge auf den Straßen der Welt, wo mit einem Hymer die Freiheit tatsächlich noch grenzenlos ist.

Die Hymerfreunde waren am Wochenende nicht die einzigen, die in geselliger Runde zusammenkamen. Denn zeitgleich fand auch ein Treffen des Klappcaravanforums auf dem Naumburger Campingplatz statt.

Quelle: HNA

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