HNA-Interview: Roman Lob über sein neues Album und seinen Auftritt in Treysa

„Ich bin ein Perfektionist“

Freut sich auf den Hephata Festtagen zu spielen: Der Popsänger Roman Lob wird auf der Jugendbühne stehen. Foto: privat

Schwalmstadt. Der Popsänger Roman Lob wird am heutigen Samstag bei den Hephata Festtagen auf der Jugendbühne stehen. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) 2012 in Baku. Im Interview verrät Lob, was er privat hört, wer sein Vorbild ist und worauf sich die Zuschauer freuen können.

Herr Lob, bei den Hephata Festtagen stehen auch immer bekannte Schlagersänger wie Roberto Blanco oder Nicki auf der Bühne. Können Sie selbst etwas mit Schlager anfangen?

Roman Lob: Eher weniger, aber ich finde Schlager gar nicht mal so verkehrt. Ich war früher sehr interessiert am Karneval und verbinde Schlager auch immer mit Karneval. Schlager ist die beste Musik, um ordentlich Stimmung zu machen.

Stimmt es, dass Sie den Schlagersänger Guildo Horn toll finden? Er soll ja bei Ihnen das Interesse für den ESC geweckt haben.

Lob: Genau, das stimmt. Damals bei seinem Auftritt 1998 war ich acht Jahre alt. Das war der erste ESC, den ich gesehen habe. Ich fand den Auftritt von Guildo Horn („Guildo hat euch lieb“ Anm. d. Red.) total witzig. Er hat das alles nicht so ernst genommen und für gute Stimmung gesorgt.

Was für Musik hören Sie denn privat?

Lob: Ich mag eher elektronische Musik, R‘n’B und auch Rock. Mein Lieblingskünstler ist Justin Timberlake. Der kann einfach alles. Er kann super singen und tanzen und sieht auch noch außergewöhnlich gut aus.

Haben Sie ihn schon mal getroffen?

Lob: Nein, leider nicht. Ich glaube, dann müsste ich heulen vor Freude. (lacht)

Zurück zu den Festtagen: Worauf können sich denn die Zuschauer bei Ihrem Konzert heute Abend freuen?

Lob: Wir werden eineinhalb Stunden spielen und haben das Programm von der ersten Tour dabei. Es gibt aber auch ein oder zwei Songs vom neuen Album zu hören. Auf wen ich mich immer wieder freue, ist meine grandiose Band. Das sind einfach gute Musiker, die super mit ihren Instrumenten umgehen können.

Was ist das Reizvolle daran, anstatt in großen Hallen, auf so einer besonderen Bühne wie bei den Hephata Festtagen zu spielen?

Lob: Wenn man auf einer eher kleineren Bühne steht, hat das einfach einen speziellen Charme. Man hat eine Bindung zu den Fans und steht direkt vor den Leuten. Das finde ich viel besser. Musik verbindet ja auch.

Vor Ihnen werden junge Nachwuchskünstler aus der Region auftreten. Werden Sie sich das angucken?

Lob: Auf jeden Fall. Mich interessiert sowas total. Ich finde es auch super, wenn Leute von Bands zu mir kommen und sich Tipps holen. Ich war auch mal Anfänger und habe mir Tipps von erfahrenen Bands geholt.

Sie arbeiten gerade an einem neuen Album. Wann wird das fertig sein?

Lob: Ich bin ein Perfektionist, deshalb wird es erst 2014 fertig sein. Ich hätte es schon fünf Mal raus bringen können, aber es entstehen immer wieder neue Songs. Es soll lieber länger dauern, dafür aber richtig gut werden.

Und wie wird es klingen?

Lob: Es bleibt zwar Pop, aber es werden auch elektronische Klänge zu hören sein und ein bisschen R’n’B.

Ihr Auftritt beim Eurovision Song Contest ist mehr als ein Jahr her. Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?

Lob: Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass es mit der Musik weiter geht. Vor allem auch, dass die Platte gut ankommt. Falls das nicht klappt, könnte ich auch in meinen alten Job (Industriemechaniker, Anm. d. Red.) gehen. Da denke ich aber nicht dran, weil ich so viel Spaß an der Musik habe.

• Info: Roman Lob spielt am Samstag ab 20 Uhr auf der Jugendbühne. Ab 17 Uhr stehen die Nachwuchskünstler aus der Region auf der Bühne.

Von Nina Thöne

Quelle: HNA

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