Interkommunale Zusammenarbeit Thema

Leserstammtisch: Kaufmann stellte sich Fragen

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Lockere Runde: Die Gäste des HNA-Leserstammtisch diskutierten mit Bürgermeisterkandidat Jürgen Kaufmann (SPD).

Schwarzenborn. Energiewende, Interkommunale Zusammenarbeit, demografische Veränderungen: Beim HNA-Leserstammtisch anlässlich der Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn beschäftigten harte Themen eine lockere Gesprächsrunde.

Jürgen Kaufmann (SPD), der sich als einziger Kandidat für seine dritte Amtszeit bewirbt, stellte sich den Fragen von HNA-Redakteurin Sylke Grede und denen des Publikums.

Über anderthalb Stunden stand der 49-Jährige den Gästen im Panorama-Café Rede und Antwort. Über die Tische hinweg entwickelte sich rasch eine muntere Diskussion. Abgebildet wurden die Themen, die Hessens kleinste Stadt und ihren künftigen Bürgermeister in den nächsten Jahren beschäftigen werden.

Hier einige Auszüge:

Interkommunale Zusammenarbeit:

• „Ich muss vernetzt sein. Ein bisschen ist es wie mit dem Hase und dem Igel: Als Kleiner muss man immer schon da sein bevor der Große kommt. Wenn ich alleine im Rathaus sitze, kriegen wir hier nie eine Breitbandverbindung“, antwortete Jürgen Kaufmann auf die Frage, in wievielen Ausschüssen und Gremien er sitze.

Im Gespräch: Jürgen Kaufmann und Redakteurin Sylke Grede

• „An der Eigenständigkeit unser Stadt lassen wir nicht rütteln.“ Dennoch sei eine Kooperation mit anderen Kommunen insbesondere im Verwaltungsbereich für Schwarzenborn unumgänglich. Wer solle zum Beispiel den Kämmerer vertreten, wenn der mal ausfalle? (Kaufmann auf die Befürchtung Friedel Itzenhäusers, dass die Selbstständigkeit Schwarzenborns künftig wegfallen könnte.)

• Bundeswehr: Auch wenn aus dem Jägerregiment ein Bataillon werde, bleibe die Anzahl der Soldaten in Schwarzenborn konstant. Die Frage des künftigen Status des Truppenübungsplatzes ist noch nicht endgültig geklärt - damit auch noch nicht die der Truppenübungsplatz-Feuerwehr. Möglich wäre beispielsweise, dass vom Fritzlarer Standort aus der Brandschutz auf dem Truppenübungsplatz sichergestellt werde, antwortete Kaufmann auf die Frage Peter Urstadts. Der Schwarzenbörner sorgt sich um die Zukunft der Berufsfeuerwehr am Truppenübungsplatz.

Interessiert: Birgit und Hanspeter Urstadt.

• Kaufmann zur Energiewende: Prädestiniert für Windkraftanlagen sei eine Areal westlich der Straße in Richtung Großropperhausen. Änderung des Flächenenutzungs- und des Regionalplanes lauten nur einige der bürokratischen Hürden, die das Projekt noch nehmen müsse. Kaufmann geht davon aus, dass frühestens im Frühjahr 2014 mit ersten Bauarbeiten an Windkraftanlagen begonnen werden könnte. Kaufmann ist sich sicher, die Schwarzenbörner werden nicht „die Scheichs im Altkreis Ziegenhain sein, aber wir möchten regionale Wertschöpfung in Form von Pacht, Gewerbsteuer und Beteiligung der Schwarzenbörner“.

Von Sylke Grede

• Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn, Sonntag, 16. September

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Bilder vom HNA-Leserstammtisch

HNA-Leserstammtisch in Schwarzenborn

Quelle: HNA

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