Im Schwalm-Eder-Kreis lebt man am sichersten

Kriminalstatistik: Beste Aufklärungsrate in Nordhessen erreicht

Schwalm-Eder. Die Aufklärungsquote der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis hat im vergangenen Jahr einen Spitzenwert erreicht: 7235 Straftaten wurden 2012 registriert, 62,7 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt.

Insgesamt ging die Zahl der registrierten Straftaten um 420 Fälle zurück. „Das ist der niedrigste Wert in den vergangenen 20 Jahren“, erklärte Kriminaldirektor Dirk Stippich. Zum Vergleich: 2004 wurden über 9285 Fälle registriert.

„Wir leben in einem recht sicheren Landkreis“, sagte Stippich am Dienstag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik des Landkreises in der Homberger Polizeidirektion. Der Landkreis sei der sicherste in Nordhessen und einer der sichersten in Hessen. Das sei der engagierten Arbeit der Polizei zu verdanken, sagte Polizeipräsident Eckhard Sauer. Zudem gebe es technische Fortschritt bei der Kriminaltechnik und geänderte rechtliche Bedingungen. Auch die technische Ausstattung der Polizei habe sich verbessert.

„Vor allem für die Opfer schwerer Straftaten ist es für die Bewältigung des Erlebten wichtig, dass die Täter schnell gefasst werden“, sagte Sauer. Das sei im Landkreis vor allem bei der Ermittlung nach Raubüberfällen gelungen. Die Aufklärungsquote sei bemerkenswert. Allerdings sei die Zahl der Raubdelikte und der Einbrüche auch stark gestiegen.

Dabei hatte es die Polizei mit einer Serie von Überfällen auf Spielotheken, Geschäfte und Tankstellen sowie einer Serie von Handtaschenrauben in Homberg zu tun. Spektakulär war auch ein Fall im November 2011, als brutale Räuber einen Mann in seinem Haus in Niedervorschütz mit einem Messer verletzt hatten. Die Täter wurden ein Jahr später festgenommen. Viel Lob gab es von Sauer für die Arbeitsgruppe Kubus, die jüngst eine Serie von 117 Einbrüchen aufklärte und acht Beschuldigte festnahm. Gegen die wird nun wegen Bandendiebstahls ermittelt.

Quelle: HNA

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