Einwohnerstatistik in den Kommunen: Flüchtlinge spiegeln sich in Zahlen wieder

Immer mehr Familien wollen aufs Land

Uwe Schmidt

Kreis Kassel. Die positive Entwicklung der Bevölkerungszahl im Landkreis Kassel müsse gestärkt werden, fordert Landrat Uwe Schmidt (SPD).

Die Herausforderung für den Kreis bleibe es, unabhängig von der aktuellen Flüchtlingssituation, durch gezielte Maßnahmen in die dörfliche Infrastruktur die ländlichen Räume besonders im Hofgeismarer und Wolfhager Land weiter voran zu bringen. Den größten Zuwachs in den einzelnen Kommunen verbucht Wolfhagen mit einem Plus von 420 Einwohnern. Damit kletterte die Zahl von 12 856 auf 13 276 Einwohner.

„In Wolfhagen wohnen aktuell über 730 Asylbewerber“, weist der Landrat auf eine Wolfhager Besonderheit hin. Allerdings zeigt die Erfahrung mit Neubaugebieten in der alten Kreisstadt, dass auch wieder gerade junge Familien aufs Land ziehen.

Bei der Einwohnerbilanz der einzelnen Kommunen im Landkreis Kassel gibt es im Jahr 2015 erneut ein uneinheitliches Bild. Steigende Einwohnerzahlen gab es im vergangenen Jahr in Bad Emstal, Wolfhagen und Zierenberg. Zierenberg hat jetzt laut Statistik 52 Einwohner mehr als noch im Jahr 2014 und kommt so auf 6568 Einwohner. Den größten Zugewinn in absoluten Zahlen hatte 2015 Calden mit 702 Einwohnern. Verlierer bei den Kommunen im Altkreis Wolfhagen ist hingegen Naumburg. Dort gibt es einen Verlust von 60 Menschen (jetzt 5085 Einwohner), gefolgt von Habichtswald mit einem Minus von 21 (4974). Konstant ist die Zahl der Einwohner in Breuna. Sie liegt bei 3590 und hat weder Zu- noch Abgänge zu verzeichnen. Auch Habichtswald gehört nicht zu den Profiteuren. Dort wurden 21 Bewohner weniger gezählt. Die Einwohnerzahl liegt jetzt bei 4974.

Durch die Einrichtung des Servicezentrums Regionalentwicklung und der Bündelung aller Förderprogramme für den ländlichen Raum an einem Ort habe der Kreis bereits vor längerem organisatorisch auf diese Entwicklung reagiert.

Quelle: HNA

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