Gesundheitspolitik bei B. Braun Melsungen

B. Braun: Steffen Kruse ist immer viel auf Achse

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Sein Terminkalender ist voll: Steffen Kruse ist für die Abteilung Gesundheitspolitik viel auf Reisen.

Melsungen. Den Namen B. Braun kennt man weltweit – schließlich werden die Produkte des Medizintechnikherstellers in vielen Ländern verwendet. Dass dabei alles reibungslos abläuft, ist eine Aufgabe der Abteilung Gesundheitspolitik. In dieser Abteilung arbeitet seit Mai 2013 auch Steffen Kruse.

Für den 27-Jährigen ist es der erste Job nach dem Studium – und der gefällt ihm richtig gut. „Jeder Tag ist anders“, sagt der gebürtige Braunschweiger, der in Kiel aufgewachsen und bis heute THW Kiel-Fan ist.

Sich als solcher zu outen, kann in Melsungen heikel sein. Schließlich hat die Bartenwetzerstadt mit der MT Melsungen ihren eigenen großen Handballverein. Doch Steffen Kruse hat bei seinen Kollegen bei B. Braun viel Verständnis gefunden: „In meinem Team sind lauter Norddeutsche“, sagt er und schmunzelt. Allzu viel Zeit kann der 27-Jährige aber ohnehin nicht mit den Kollegen verbringen, denn beruflich ist er viel auf Reisen: „Ich würde schätzen, dass ich die Hälfte meiner Arbeitszeit nicht im Büro verbringe“, sagt er. Kruse hat Pharma- und Gesundheitsökonomie studiert.

In der Abteilung Gesundheitspolitik kümmert er sich nun unter anderem um den Marktzugang von Medizinprodukten: „Ich befasse mich mit der Frage, wie wir zeigen können, dass unsere Produkte besser sind als das, was da ist“, erklärt der 27-Jährige. Denn nur dann sind die Kostenträger, also die Krankenkassen, auch bereit, die Kosten für die Produkte zu erstatten.

Die Medizinprodukte müssen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit an den Mann gebracht werden. „Dazu muss man wissen, wie die Gesundheitssysteme in den einzelnen Ländern funktionieren“, sagt Kruse. Derzeit steht er beispielsweise in Kontakt mit der Schweiz, Korea und Brasilien. Klar, dass der 27-Jährige da fit in Fremdsprachen sein muss: „Also, Koreanisch kann ich nicht“, sagt Kruse und lacht, „aber Englisch gehört für mich zur Standardausrüstung.“

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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