mit 400 Frauen und Männern beeindruckte die Zuschauer

Inferno tobte im Hochland - Katastrophenschutzübung

Gilserberg. Eine Rauchsäule steigt über einer Wiese nahe Itzenhain in den Himmel, überall lodern Feuer, Menschen schreien, Sirenengeheul erfüllt die Gegend: Ein schweres Gewitter war am frühen Freitagabend über drei Gilserberger Ortsteile gezogen und hatte eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Das war das Szenario einer großen Katastrophenschutzübung, zu der etwa 300 Einsatzkräfte alarmiert wurden, insgesamt waren 400 Frauen und Männer an dem dreistündigen simulierten Notfall beteiligt. Für die hochrealistische Schadensdarstellung sorgte das Team Pyrotechnik aus dem Kreis Bergstraße.

400 Menschen bei spektakulärer Großübung im Gilserberger Hochland

Die Stationen verteilten sich auf Itzenhain, Bellnhausen und Appenhain: Herausforderung für die Helfer waren unter anderem ein Lastwagenunfall, bei dem Gefahrstoff auslief, eine vermisste Jugendgruppe im Wald, explodierende Gasflaschen, ein eingeklemmter Landwirt, dessen Hand abgetrennt war, Blitzeinschläge, Brände, Verkehrsunfälle und ein verletzter Forstarbeiter. Herzstück der Koordination war die im Feuerwehrhaus eingerichtete technische Einsatzleitung, die gleichzeitig Ansprechpartner für alle zwölf Wehren und sechs Katastrophenschutzzüge war.

„Hier kam es zu Zeitverzögerungen durch die Kommunikation, was zum Teil daran lag, dass wir Probleme mit den Funkkanälen beziehungsweise dem Netz hatten“, zog Gemeindebrandinspektor Markus Böse Bilanz. Die Führungsstruktur habe sich recht spät gebildet: „Daran müssen wir noch arbeiten.“ Zufrieden ist Böse trotzdem: „Alle Verletzten wurden versorgt. Wichtig war uns außerdem, dass mal wirklich alle Einheiten, also bis zu den Betreuungszügen, zusammen üben“, erklärte er.

Viele Hochländer ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Sie nutzten die Gelegenheit, um den Rettern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Zum Abschluss trafen sich die Retter zu einer Manöverkritik.

Quelle: HNA

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