Informationsbörse für Frauen in Melsungen - Plattform für mehr Kontakt und Wissen

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Viel Wissenswertes: Karina Sippel besuchte die Inforbörse für Frauen mit Ida und Ole sowie Manuela Alter vom Deutschen Roten Kreuz Melsungen.

Schwalm-Eder. Es sind entscheidende Fragen, die sich Frauen an den Wendepunkten ihres Lebensweges stellen. Wenn es beispielsweise darum geht, ob sie nach der Familienphase wieder in den Beruf einsteigen oder doch die kranken Eltern selbst versorgen sollen, tut ein wenig Hilfestellung gut.

Für genau solche Probleme machte die Informationsbörse des Kreisfrauenbüros am Samstag in der Melsunger Stadthalle gute Angebote: Dort gab es 37 Stände, Vorträge und Arbeitsgruppen sowie ein Bühnenprogramm. Karina Sippel aus Melsungen beispielsweise will nach der Babypause wieder in den Beruf einsteigen. Sie sucht eine Teilzeitstelle, die sie mit der Erziehung ihrer Kinder vereinbaren kann. Dazu gab es Tipps, auch von Manuela Alter vom Deutschen Roten Kreuz, die Eltern-Kind-Kurse leitet.

Klaus Zinke, Personalreferent bei B. Braun, führte Gespräche mit Frauen, die sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf interessieren. "Die meisten wollen wissen, ob sie eine Chance für einen Einstieg in unserer Firma haben", sagte er. Eine gute Möglichkeit dafür stelle ein Praktikum dar. Der Wiedereinstieg in den Beruf war aber nur eines von vielen Themen, mit dem sich die Informationsbörse für Frauen beschäftigte. Im Fokus stand vor allem die Bedeutung der Seniorenbetreuung. Viele Frauen sammelten Broschüren an den Ständen und Informationen im Gespräch. Für nicht wenige Frauen aber ist auch das Ehrenamt eine gute Perspektive, sich und ihr Leben nach der Kinderphase auszufüllen.

Den Organisatorinnen, die Kreisfrauenbeauftragten Trudi Michelsen und Katharina Eisenach und die Melsunger Kinder- und Familienbeauftragte Karin Plötz-Hesse und die Seniorenbeauftragte Marén Feldhaus, ging es bei der Börse darum, ein Forum zu schaffen, Frauen zusammen zu bringen, damit sie sich gegenseitig austauschen, motivieren und helfen können. Das schaffte auch das gemeinsame Lachen. Die Frauen zeigten eine politisch feministische Modenschau. Im Charleston Kleid der 20er-Jahre und Schlaghosen der Hippiezeit liefen sie über den Laufsteg und reicherten sie mit zeitgerechten Informationen zum jeweiligen Stand der Emanzipation an. (zty)

Quelle: HNA

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