Gläubiger erhalten Geld

Insolvenzverfahren gegen Emstaler Thermalwasser GmbH beendet

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Badevergnügen für die Gäste des Thermalbades: Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens gegen die Thermalwasser GmbH und Co KG Bad Emstal ändert sich für die Besucher nichts. Archivfoto: Ulbrich

Bad Emstal. Nach neun Jahren ist das Insolvenzverfahren gegen die Bad Emstaler Thermalwasser GmbH und Co KG nun abgeschlossen. Das erklärte jetzt der Kasseler Insolvenzverwalter Dr. Richard Foltis. Mehrere Gläubiger hatten an die abgewickelte Gesellschaft finanzielle Forderungen in Höhe von insgesamt 354 000 Euro gerichtet.

37,2 Prozent der Summe (131 688 Euro) könne nun an Masse verteilt werden. „Das ist doch sehr erfreulich und viel mehr, als wir zu hoffen gewagt hatten“, sagte Foltis, der darauf verwies, dass die übliche Quote bei bestenfalls fünf Prozent liege. Profitieren von dem Geld werden die Hauptgläubiger. Das seien zum einen die etwa 25 Mitarbeiter der Thermalwasser GmbH und Co KG sowie die Agentur für Arbeit, die an die Beschäftigten Insolvenzausfallgeld gezahlt hatte. Daneben erhalte auch die Kasseler Sparkasse einen großen Brocken zurück - sie hatte als Darlehensgeberin ebenfalls Forderungen an die Gesellschaft gestellt. Und schließlich, so Foltis, würden Strom- und Heizöl-Lieferanten Geld bekommen. Die Kosten des Insolvenzverfahrens, das im Januar 2007 eröffnet worden war, seien beglichen.

Aufgabe des Kasseler Rechtsanwalts bei der Abwicklung der überschuldeten Gesellschaft war es, zum einen deren aktives Vermögen zu Geld zu machen. Er verkaufte Immobilien wie das Restaurant Quellenhof, die Ladenstraße und das Institut für Umweltkrankheiten (IfU) an die Arcadia Vita GmbH. Zum anderen kassierte er von den 238 Anteilseignern - 237 Privatleuten und vor allem von der Gemeinde - Geld ein, das diese zu einem Zeitpunkt von der Betreibergesellschaft erhalten hatten, als diese keine Gewinne mehr machte.

„Als nach Schieflage der Gesellschaft die Probleme nicht offengelegt wurden, begann die Krise“, sagt Dr. Richard Foltis. Als Kommune den Betrieb eines Bades privat-rechtlich zu organisieren, funktioniere nur selten.

Quelle: HNA

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