Kosten: Etwa 700.000 Euro

Instandsetzung in Böddiger soll 2017 beginnen

Böddiger. Gute Nachricht für Böddiger: Im Jahr 2017 wird voraussichtlich die dringend notwendige Instandsetzung der Friedenskirche beginnen können.

Das habe der Kirchenkreisvorstand Melsungen in Aussicht gestellt. Dies erklärten Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier und Architekt Jürgen Bauer. Die Gemeinde wartet schon seit mehr als 13 Jahren auf den Beginn der Sanierung. Die Instandsetzung des 1799 vollendeten Gotteshauses war immer wieder als „dringend“ bezeichnet worden.

Waren die Kosten bisher auf rund eine halbe Million Euro geschätzt worden, so sind nach neuestem Stand über 700.000 Euro erforderlich. Der Kirchenkreisvorstand hat nach den Worten Schluckebiers angekündigt, die Gemeinde könne ab 2015 berechtigte Hoffnung haben, dass Geld für einen ersten Bauabschnitt ab 2017 zugewiesen werden könne.

Der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger hatte in einer Sitzung Anfang 2012 den Dekan des Kirchenkreises Melsungen gebeten, alles zu unternehmen, dass das Bauvorhaben möglichst bald in die Förderung der Landeskirche aufgenommen werde.

Dass die Baukosten gestiegen sind, hängt mit der Diagnose des schwierigen Untergrunds zusammen. Bereits seit 1948 ist in Akten vermerkt, dass es Probleme mit den Setzungen gibt. Nunmehr werden Nägel mit Köpfen gemacht.

• Beim ersten Bauabschnitt werden die Fundamente innen und außen zwei Meter breit und 1,50 Meter tief ausgeschachtet. Etwa 100 Bohrpfähle aus Stahlbeton sollen das Gotteshaus auf feste Füße stellen. Innen und außen werden die Pfähle aus Stahlbeton mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern bis zu sechs Meter tief auf den tragfähigen Boden niedergebracht.

Über diesen Bohrpfählen werden Stahlbeton-Balken gegossen und mit Stahlstangen verbunden. Dieses Korsett soll die Lasten von Mauern und Dach aufnehmen.

• Der zweite Bauabschnitt umfasst die Sanierung des Dachstuhls und der Mauern. Auch Mörtel-Injektionen sollen das historische Gemäuer sichern. Der Fachwerk-Turm mit seinen drei Glocken muss ebenfalls instandgesetzt werden.

• Die Innenrenovierung ist der dritte und letzte Bauabschnitt. „Das ist der kosmetische Teil“, sagt Pfarrer Schluckebier. Architekt Bauer hofft, dass die Arbeiten im Frühjahr 2017 beginnen können. „Über den Daumen“ rechnet man mit einer Bauzeit von drei Jahren. Darin ist man sich einig: „Wir möchten zügig bauen, denn je länger es dauert, umso größer ist die Gefahr der Kostensteigerung.“ Während der Instandsetzung der Friedenskirche wird das Gotteshaus nicht benutzbar sein.

Quelle: HNA

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