Interessengemeinschaft organisiert ehrenamtlich den zukünftigen Bürgertreff

Stefan Ludwig

Wenigenhasungen. Die Neugestaltung des Dorfgemeinshaftshauses (DGH) in Wenigenhasungen kann nahtlos weiter geplant und umgesetzt werden. Stefan Ludwig, der seit fünf Jahren in dem Wolfhager Stadtteil, hat mit einer Hand voll weiteren Mitstreiter eine Interessengemeinshaft Dorfzentrum (IGDZ) aus der Taufe gehoben. 

Sie übernimmt auf ehrenamtlicher Basis die organisatorische Verwaltung des zukünftigen Dorfzentrums mit einem Bürgertreff.

Ludwig: „Wir Wenigenhasunger wollen einen selbstverwalteten Bürgertreff.“ Damit wolle man auch rechtlich auf festem Boden zu stehen. Die IGDU will sich als Verein schnellstmöglich gerichtlich eintragen lassen. Denn die Zeit drängt, soll die Maßnahme Dorfgemeinschaftshaus doch noch im Spätherbst in den Haushalt 2012 der Stadt Wolfhagen eingestellt werden, um die Fördermittel abrufen zu können.

Peter Nissen vom Amt für den ländlichen Raum im Landkreis Kassel, zuständig für das Dorferneuerungsprogramms, kommentierte während einer Informationsveranstaltung im rappelvollen Wenigenhasunger Dorfgemeinshaftshaus die vor wenigen Tagen sich so noch nicht abzeichnende Entwicklung kurz und knapp: „Die Kuh ist vom Eis.“ Hätte sich nämlich niemand aus der Dorfgemeinschaft gefunden, hätte die vorgesehene DGH-Planung und damit das gesamte Dorferneuerungsprogramm auf dem Prüfstand oder gar vor dem Aus gestanden

Knackpunkt

Die Stadt Wolfhagen als DGH-Eigentümerin wollte nicht nur wegen dafür zusätzlich fließender Fördermittel im Untergeschoss einen Bürgertreff installieren, sondern auch dessen organisatorische Verwaltung an die Dorfgemeinschaft abgeben.

Knackpunkt dabei ist die dort an Karin Coppola verpachtete Gaststätte mit Kegelbahn, auf die die Wenigenhasunger im Ort nicht verzichten möchten. Nissen: „Das Dorferneuerungsprogramm schließt eine Förderung von Kneipen in öffentlichen Gebäuden aber grundsätzlich aus. Nur wenn eine solche Einrichtung aus der Dorfgemeinschaft heraus getragen und verwaltet wird, ist sie förderwürdig.“

Die neue IGDZ übernimmt nun diesen Part für den aus Gaststätte, Kegelbahn sowie TSV-Vereinsraum entstehenden Bürgetreff. Sie kann dann diese Räumlichkeit an einen Pächter untervermieten. Damit wäre auch die Zukunft der Dorfkneipe gesichert. (zih)

Quelle: HNA

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