Internationaler Fallschirmjägerwettbewerb

Soldaten sprangen in Amöneburg um die Wette

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Anspruchsvoller Wettkampf: Zum Fallschirmjägerwettkampf trafen sich Bundeswehrsoldaten mit Springern aus England, Finnland, Polen.

Stadtallendorf/Amöneburg. Aus luftiger Höhe ging es für die Fallschrimjäger im Basaltkegel Amöneburg abwärts. Aus ganz Europa sind Soldaten angereist, um sich bei den 18. Internationalen Fallschirmjägerwettkampf in der Kleinstadt zu messen.

Mit dabei waren auch die Stadtallendorfer Fallschirmjäger der Division Spezielle Operationen. Von fünf Mannschaften, die in 2010 auf dem Segelflugplatz in Ziegenhain teilgenommen hatten, ist der Wettkampf mittlerweile auf diesmal elf Mannschaften, darunter auch Teams aus England, Finnland, Polen und der Schweiz angestiegen.

Die nationalen und internationalen Teams, die sich aus jeweils fünf Soldaten zusammensetzten, hatten den Wettbewerb mit dem 100 Meter Kleiderschwimmen, zwölf Kilometer Geländelauf und dem Schießen mit Gewehr G 36 und Pistole P8 in Stadtallendorf begonnen. Bei bestem Flug- und Sprungwetter waren die beiden Transporthubschrauber vom Typ Bell dann auf dem Amöneburger Segelflugplatz ununterbrochen im Einsatz, um die Springer auf die Sprunghöhe von rund 2000 Metern zu bringen. Zahlreiche Zuschauer fanden sich dazu auf dem Segelflugplatz ein und verfolgten das Spektakel vor Ort.

Hauptfeldwebel Alexander Köster von der Luftlandebrigade 26 gibt Anweisungen.

Für die Fallschirmjäger standen insgesamt vier Wertungssprünge, von denen der beste gewertet wurde, auf dem Programm. Mit jeder Mannschaft sprang auch immer ein Schiedsrichter. Er überwachte vorher in der Maschine die vorschriftsmäßigen Vorbereitungen und den Sprung aus der Hubschrauberseitentür. Dabei trug er eine Helmkamera, mit der er die Springer in der Luft aufnehmen konnte. Mit Hilfe dieser Videoaufnahmen, die nach der Landung zur Auswertung mit herangezogen wurden, ließ sich erkennen, ob auch in der Luft alles richtig gemacht worden ist. Abweichungen von den Vorgaben bedeuteten unweigerlich einen Punktabzug.

In Anlehnung an reale Einsatzbedingungen mussten alle fünf Springer bei der Landung auf dem Segelflugplatz möglichst zeitgleich in einem markierten Sektor von 100 mal 100 Meter ankommen. Teilweise stellte dies selbst erfahrene Teams bei den zeitweilig stark unterschiedlichen Windverhältnissen vor Probleme.

Außerhalb der Wertung wurde zusätzlich ein Formationsspringen mit gemischten Mannschaften durchgeführt.

Leider fiel der Höhepunkt des Sprungwettbewerbs, bei dem die Fünferteams aus einer Transall C-160 aus rund 3500 Metern abspringen und die Sternformation „Speedstar“ bilden sollten, den schlechten Witterungsbedingungen zum Opfer.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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