Internationaler Museumstag in Wolfhagen drehte sich um Indianer

Indianer statt Heldenfiguren und Feen: Weda Jill (links) und Levio Nehls genossen ihre Verwandlung, bei der Schminkkünstlerin Stefanie Riechert mit viel Farbe und kunterbunten Federn hilfreich zur Seite stand. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Viele kleine Indianer tummelten sich am Sonntag im Regionalmuseum, das zum Internationalen Museumstag ganz unter dem Motto „Wie bei den Indianern“ stand.

Gemeinsam mit der Kasseler Schminkkünstlerin Stefanie Riechert pinselten sie nicht nur kunterbunte Farben in ihre Gesichter, auch der passende Kopfschmuck samt unzähliger Federn durfte nicht fehlen.

„Viele sind gezielt gekommen, um die Ausstellung zu besuchen und sich in Indianer verwandeln zu lassen“, sagt Riechert, die ansonsten ihre kleinen Gäste eher in Heldenfiguren und Feen verwandeln muss. „Der Tag hat mir gezeigt, dass auch die Indianer bei unserem Nachwuchs noch immer voll in sind.“

So auch bei Weda Jill und Levio Nehls, die nach ihrer Verwandlung zu Indianern die Hans-Staden-Ausstellung in der Zehntscheune gleich doppelt so spannend fanden.

Wie denken die Indios?

Über den bekanntesten Bürger Wolfhagens gab es am Nachmittag in einem Vortrag von Wolfgang Schiffner noch mehr zu erfahren, besser gesagt über die Indianer Brasiliens, über die der Abenteurer nach zwei Reisen 1557 in seiner „Wahrhaftigen Historia“ berichtete.

Wie hat er die Indianer während seiner neunmonatigen Gefangenschaft erlebt? Was schreibt er über ihr Denken und Verhalten?

Wie beurteilt er als Europäer ihre ganz andere Lebensweise? Fragen, die Schiffner beim Museumstag in seinem Vortrag anhand des Textes erläuterte.

von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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