Ippinghäuserin Anne Tichatschek bastelt Grußkarten und hilft mit Spenden

Keine Langeweile: Anne Tichatschek zu Hause inmitten ihrer Bastelarbeit. Fotos:  Neubauer

Ippinghausen. Als Anne Tichatschek erfuhr, dass die „Tour der Hoffnung", eine Spendeninitiative der Uni Gießen für krebskranke Kinder, im Jahr 2013 auch in Wolfhagen Station machen würde, hatte sie eine Idee.

Unermüdlich bastelte und verkaufte sie weiterhin Karten, und so konnte sie den Veranstaltern der „Tour der Hoffnung" bei ihrem Stopp in Wolfhagen einen Scheck über 777 Euro überreichen.

Aufgrund der positiven Resonanz allgemein beschloss sie, es nicht bei dieser einmaligen Aktion bleiben zu lassen. Weihnachten schickte sie eine weitere Spende an das „Kinder Palliativ Team“ in Nordhessen.

Anne Tichatschek (68) arbeitet mit Schere und Papier am Wohnzimmertisch, der mit bunten Glückwunschkarten voll belegt ist. „Meine Karten sind liebevoll kreierte Einzelstücke“, sagt sie und betrachtet stolz ihre Werke. Ein Bastelbuch braucht sie nicht, sie hat genug Ideen im Kopf. Deshalb ist jede Karte individuell und dem Zweck entsprechend gestaltet.

Alles fing mit den selbst gebastelten Einladungskarten für die eigene Silberhochzeit an. Als Rentnerin widmete sie sich verstärkt ihrem Hobby. Sie experimentierte mit verschiedenen Papiermotiven, auch in Verbindung mit Stoffen, und so entstanden die ersten Tichatschek-Karten. Diese Schmuckstücke bot sie Freunden an, die ganz begeistert waren.

Inzwischen sind die Karten und andere Bastelarbeiten der Ippinghäuserin begehrte Geschenke auf Basaren, Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkten und andere Veranstaltungen. Innerhalb von zweieinhalb Jahren sind 3100 Euro durch ihren unablässigem Fleiß zusammengekommen. Ein besonderes Erlebnis war für Anne Tichatschek die Begegnung mit Boxer Henry Maske und und Moderator Johannes B. Kerner anlässlich der Scheckübergabe bei der „Tour der Hoffnung“ im Sommer 2015 in Lich.

„Ich weiß, was es bedeutet, einen geliebten Menschen durch eine Krebserkrankung zu verlieren“, sagt die Ippinghäuserin. Ihr Ehemann und andere Familienmitglieder seien an Krebs gestorben.

Anne Tichatschek wird weiter die Abende am Tisch im Wohnzimmer sitzen und basteln und nähen, während das Fernsehprogramm läuft. „Ich schlafe garantiert nicht vorm Fernseher ein, denn ich bin beschäftigt“, sagte sie schmunzelnd.

Und wenn sie nicht zu Hause ihrem Hobby nachgeht, dann gibt sie ihr Können und Wissen bei Bastelaktionen an andere weiter.

Von Ursula Neubauer

Quelle: HNA

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