Ippinghausen hat eigenes Info-Programm für Nutzer von Smartphones

Freude über die Ippinghausen-App: Ortsvorsteher Norbert Schröder (Mitte) freut sich, als erste Stadtteil Wolfhagens ein eigenes Programm für Smartphones zu haben. Bei der Entwicklung geholfen haben Michael Feiler (links) und Dennis Weiß von der Raiffeisenbank. Foto: Thon

Ippinghausen. Der Angelsportverein Ippinghausen bietet vor Weihnachten frische Forellen an. Am kommenden Wochenende werden vorm Bürgerladen Weihnachtsbäume verkauft. Wer mag, kann bei der Gelegenheit auch noch in geselliger Runde einen Punsch trinken. In der Weidelsburgstraße zeigt eine Tafel Autofahrern das Tempo an, mit dem sie unterwegs sind. Und eine Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März steht nun ebenfalls. Wer die Ippinghausen-App auf seinem Smartphone installiert hat, wird über die Neuigkeiten in Ippinghausen informiert.

Seit einem halben Jahr gibt es die App. Große Werbung haben Ortsvorsteher Norbert Schröder und Dennis Weiß, Mitarbeiter der Raiffeisenbank, für das Angebot nicht gemacht. Dennoch wurde das Programm bislang schon über 100 Mal aus dem Internet heruntergeladen. Die Raiffeisenbank Wolfhagen steht den Kommunen und Vereinen, die sich für den kostenlosen Service interessieren zur Seite. Michael Feiler, bei dem Geldinstitut zuständig für Marketing und Vertrieb, hilft bei der Entwicklung der Anwendung und passt sie auf die unterschiedlichen Bedürfnisse an.

Bislang seien im Wolfhager Land 23 verschiedene Apps auf den Markt gebracht worden. So haben die FSG Weidelsburg, der TSV Naumburg, das DRK Naumburg und die Waldbühne in Niederelsungen ihr eigenes Programm. „Für uns ist das eine Form der Vereinsförderung“, sagt Feiler. Bei der Waldbühne laufe es richtig gut, dort sei die App bereits auf 500 Geräten installiert worden.

Voraussetzung sei eine Facebook-Seite, sagt Dennis Weiß, der zusammen mit Norbert Schröder das an seinen Heimatort adaptierte Programm verwaltet. Im Falle Ippinghausens habe man auf die Facebook-Seite des Ortes zurückgreifen können. Der Nutzer der App selbst müsse nicht bei Facebook registriert sein, um die Applikation anwenden zu können.

Schröder und Weiß wünschen sich eine noch größere Breite der App. Die Idee: „Jeder trägt einen kleinen Teil bei zum Vorteil der Allgemeinheit.“ Der Angelverein und der Bürgerladen sind schon voll bei der Sache; sie tragen über die App Informationen weiter. Es gibt ein Fußball-Tippspiel, jeder Anwender kann Fotos hochladen und als Leser-Reporter über Dinge berichten, die ihm am Herzen liegen. Schröder wünscht sich, dass alle Vereine und Gruppen ihre Termine in einen interaktiven Veranstaltungskalender eintragen. Vorstellen könne er sich auch, dass das Baugebiet über die App vermarktet wird. Kontakt: Vereine, die sich eine App wünschen, können sich wenden an Michael Feiler, Raiffeisenbank, 05692/601170, michael.feiler@rb-wolfhagen.de

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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