Iris Debes ist Prädikantin in Harle: Die Kirche ist ihr Wohnzimmer

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Sie ist eng mit der evangelischen Kirche verbunden: Iris Debes ist die neue Prädikantin in Harle. Am Sonntag wird sie im Gottesdienst offiziell vorgestellt. 

Harle. Die 51-jährige Iris Debes arbeitet jetzt als Prädikantin in der evangelischen Kirchengemeinde Harle. Am Sonntag wird sie im Gottesdienst vorgestellt.

Wenn Iris Debes die Kirche in Harle betritt, hat sie das Gefühl, nach Hause zu kommen. Die Kirche ist für sie nicht nur ein Gotteshaus. „Das ist meine Wohnstube“, sagt die 51-Jährige. Ungezählte Stunden hat sie dort verbracht: Sie hat gesungen, gebetet und seit kurzem darf sie dort auch predigen. Iris Debes ist die neue Prädikantin im Kirchspiel Harle, Rhünda und Hesserode/Helmshausen.

Seit Jahren ist die Mutter zweier erwachsener Kinder in der Kirchengemeinde engagiert. Sie kümmert sich um den Weltgebetstag, wurde Lektorin und ließ sich in den Kirchenvorstand wählen. Aber ihr Wunsch reichte weiter. „Als Prädikant kann man den Gottesdienst anders füllen“, sagt Debes.

Kirche soll Spaß machen

Und sie entschloss sich zur berufsbegleitenden Ausbildung am Predigerseminar in Hofgeismar. „Es war anstrengend. Die ganze Woche geht man arbeiten und dann geht es am Wochenende noch einmal richtig los“, sagt Debes. Trotz des großen Aufwandes: Sie sieht die Zeit als Bereicherung. „Man ist unter Menschen, die den gleichen Weg gehen wollen.“

Wer jetzt zu Debes in den Gottesdienst kommt, soll etwas mitnehmen. Etwas für den Alltag. „Die Menschen sollen sich in den Predigten wiederfinden und Freude an der Kirche bekommen“, erklärt die Prädikantin. Keine leichte Aufgabe. Während ihrer Ausbildung konnte sich Debes ausprobieren: mal klassisch, mal moderner predigen und ihre Sprache finden.

Debes möchte ihre Lebenserfahrung in die ehrenamtliche Arbeit einbringen. Und sie möchte sich Zeit nehmen, bei Taufen, Beerdigungen und Ehejubiläen persönliche Worte finden.

Lampenfieber

Die Prädikantin lebt seit 36 Jahren in Harle. Sie kennt viele und alle kennen sie. „Wenn man dann jemanden aus dem Ort beerdigt, ist es schwierig. Dafür muss man eine gewisse innere Stabilität haben“, räumt Debes ein. Schön sei es, dabei so viel Nähe und Gemeinschaft zu erfahren. Am Sonntag wird Debes bei ihrer Vorstellung wieder auf viele Bekannte, Freunde, Nachbarn treffen. Auch wenn sie sich in der Kirche, in ihrer Wohnstube, sehr wohl fühlt: „Ohne Lampenfieber geht es doch nicht.“

Termin

Prädikantin Iris Debes stellt sich in einem Gottesdienst offiziell vor. Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 3. Juli, um 10 Uhr in der Harler Kirche. Der Chor Chorios singt. Anschließend gibt es an der Kirche einen Sektempfang. 

Quelle: HNA

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