Jäger im Wolfhager Land laufen Sturm gegen neue Verordnung

Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen. Foto:  Wüllner

Wolfhager Land. Die Jägerschaft im Wolfhager Land ist sauer. Grund dafür ist die von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) geplante neue Jagdverordnung. Am Samstag, 26. September, wollen die Jäger in Wiesbaden demonstrieren.

Dazu hat auch der Kreisjagdverein Wolfhagen aufgerufen. Vorsitzender Wolfgang Kommallein: „Drei Tage vor den Sommerferien wurde die Verordnung ins Leben gerufen. Wir hatten drei Wochen Zeit für eine Stellungnahme. Und das in der Urlaubszeit.“

Seines Erachtens müssen bei einer Änderung der Jagdverordnung alle an einen Tisch. „Es gibt grundlegende Dinge, die diskutiert werden müssen“, sagte Kommallein. Es dürfe keine ideologischen Regelungen geben. Nachdem die Anhörung nun auf den 28. September verschoben wurde, wollen die Jäger mit allen Parteien ins Gespräch kommen. Bis zu 3000 Jäger werden aus dem Landkreis Kassel an der Demo in Wiesbaden teilnehmen.

Der NABU Hessen hat eine drastische Einschränkung des Jagdrechts in Hessen gefordert. Der Landesjagdverband Hessen befürchtet, dass diese Verordnung nicht wissensbasiert ausfällt, sondern auf dem ideologisch geprägten Forderungskatalog des NABU basiert. Darin heißt es: „Tiere, die nicht verwertet werden oder bedroht sind, gehören nicht ins Jagdrecht.“ So sollten künftig Mauswiesel, Hermelin, Iltis, Baummarder, Steinmarder, Rebhuhn, Rabenkrähe, Elster, Blässhuhn und Lachmöwe nicht mehr gejagt werden dürfen.

Gefährdete Arten wie der Feldhase, oder Tiere, deren Bestände eine nachhaltige Nutzung nicht ermöglichen, seien darüber hinaus ganzjährig zu schonen. Weitere Forderungen sind ein Verbot der Lockfütterung, die Einführung einer Wildruhe durch jagdfreie Zeiten, das Verbot der Bau-, Fallen- und Beizjagd sowie das Abschussverbot von freilaufenden Hunden und Katzen.

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Quelle: HNA

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