100 Jahre Blick vom Turm: Fest auf dem Schreckenberg

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Bietet Rundumsicht: Der Schreckenbergturm steht seit 100 Jahren.

Zierenberg. Seit 100 Jahren gibt es den Turm auf dem Schreckenberg bei Zierenberg. Grund genug für den Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein Zierenberg, für Sonntag, 7. August, zu einem Fest am Schreckenbergturm und im Bürgerhaus einzuladen.

Planung und Entstehung des Schreckenbergturms gehen auf den Verein zurück: 1887 gründete der Postmeister Heinrich Mehrgardt den Zierenberger Verschönerungsverein. Ein Jahr später trat dieser Verein dem Niederhessischen Touristenverein, dem heutigen Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein bei. Während seiner 32-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender setzte sich Mehrgardt für den Bau eines Aussichtsturms auf dem Schreckenberg ein.

1907 wurde mit der Planung des Turmbaus auf den Resten einer mittelalterlichen Warte begonnen. Um den Turm bauen zu können, musste zunächst die Finanzierung gesichert werden. Ein Aufruf an die Zierenberg brachte einen Betrag von 3000 Reichsmark - damit konnte der Bau in Angriff genommen werden.

Der Transport des benötigten Materials auf den 460 Meter hohen Schreckenberg wurde von Zierenberger Landwirten mit Pferd und Wagen kostenlos übernommen. Nachdem die Baukosten durch weitere Spenden, eine Beihilfe der Stadt Zierenberg und Mitteln des Vereins gesichert waren, wurde der Bauunternehmer Tripp aus Wenigenhasungen mit dem Bau des Aussichtsturms beauftragt.

Am 24. September 1911 wurde der Turm seiner Bestimmung übergeben. Seitdem haben unzählige Wanderer aus Nah und Fern die schöne Aussicht auf Zierenberg und seine herrliche Umgebung von dort genießen können.

Da der Zahn der Zeit an den Mauern des Turms nagte, kümmerte sich der Zierenberger Verein immer wieder um die Instandhaltung des Mauerwerks und der hölzernen Treppen im Inneren. Um die Renovierungskosten möglichst niedrig zu halten, wurden Reparaturen vorwiegend in Eigenleistung erbracht.

Die jüngste sehr aufwändige Renovierung erfolgte 1990. Da die Kosten für die erforderliche Einrüstung des Turms durch die Rücklagen des Vereins nicht erbracht werden konnten, wurde ein Zuschuss durch die Stadt Zierenberg gewährt. Das Gerüst und weiteres Material wurden von Mitarbeitern des Bauhofs der Stadt Zierenberg zum Turm transportiert. Die Verfugungsarbeiten an den Außenmauern erfolgten dann wieder durch sachkundige Vereinsmitglieder. (red/bic)

Quelle: HNA

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