Peter Reuter war seit 1961 an der Melanchthonschule – Erst als Schüler, dann als Lehrer

50 Jahre an einer Schule

Dem Steinatal treu geblieben: Peter Reuter besuchte als junger Mensch die Melanchthonschule, später wurde er Lehrer und Studienleiter. Foto: Rose

Schwalmstadt. Peter Reuter kennt die Melanchthonschule wie seine Westentasche: Fast 50 Jahre ging der Schwalmstädter dort Tag für Tag ein und aus. Zunächst als Schüler, später als Lehrer und schließlich Studienleiter. Zum Ende des Schuljahres wurde der Pädagoge in den Ruhestand verabschiedet.

Als Sextaner betrat Peter Reuter im Sommer 1963 zum ersten Mal die Melanchthonschule. Hier legte er 1969 sein Abitur ab – also mitten in der Zeit der 68er Studentenrevolte. Selbst die idyllisch gelegene im Steinatal blieb davon nicht unberührt.

Nach dem Grundwehrdienst studierte Reuter an der Uni Marburg die Fächer Deutsch und Sozialkunde. Nach der Staatsprüfung als Gymnasiallehrer 1975 folgte das Referendariat mit der praktischen Lehrerausbildung – an der Melanchthon-Schule – und dem Zweiten Staatsexamen.

Reuter blieb der Schule auch weiterhin treu: Mit Leib und Seele ging der Treysaer im Lehrerberuf auf. Er wurde Studienrat, 1991 dann zum Oberstudienrat befördert. Engagiert wirkte er als Klassenlehrer und Tutor, ebenso als Mitglied seiner Fachgruppen. Von 1985 bis 1998 war Reuter Vorsitzender der Fachkonferenz Gemeinschaftskunde. Stets machte er sich für die Belange seiner Schüler und die Profilierung seiner Fächer stark. Als Mentor half er jungen Kollegen bei ihrer Ausbildung.

Peter Reuter gab immer wieder Impulse. Viele seiner Ideen sind heute Teil des Schulprogrogramms, etwa die Projekttagen, das Schülerbetriebspraktikum, das Methodentraining in der Oberstufe, die Teilnahme an Planspielen oder die Einrichtung einer Jugendbücherei. Reuters Herz schlug immer auch für den Sport. Ab 1985 baute er eine im Wettkampfsport der Kreis- und Bezirksliga sehr erfolgreiche Volleyball-AG auf.

Anzahl der Aufgaben wuchs

Seit den 90er-Jahren übernahm Reuter schulleitende Verantwortung: Er unterstützte Kollegen beim Erstellen von Stundenplänen - inzwischen mehr als 40 Versionen. Zum Leiter des sprachlich-musisch-künstlerischen Aufgabenfeldes wurde Reuter 1999 berufen. Außerdem leitete er die Steuergruppe, die die Umstellung von der neunjährigen auf die achtjährige Gymnasialzeit vorbereitete. 2004 übernahm Reuter die Leitung der Oberstufe und organisierte unter anderem die computergestützte Erfassung von Schülerdaten.

Schulleiterin Christel Ruth Kaiser sagt über ihn: „Er hat sein Amt sachorientiert und mit heiterer Gelassenheit ausgeübt. In der Melanchthon-Schule wird man ihn sehr vermissen.“

Doch Pädagoge Reuter schmiedet schon eifrig Pläne für den Ruhestand. Er will er sich noch stärker seinem Hobby, der Imkerei, widmen, sich um Haus und Hund kümmern, weiterhin in Vereinen engagieren. Außerdem habe der Sohn gerade ein Haus gekauft: „Da gibt es sicher einiges zu werkeln.“ (zsr)

Quelle: HNA

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