50 Jahre im Amt - Hombergs Büroleiter Joachim Bottenhorn feiert Jubiläum

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Feiert heute sein 50-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst: 42 Jahre davon war Hombergs Büroleiter Joachim Bottenhorn im Rathaus beschäftigt. Am 16. Dezember geht er in Rente.

Vor einem Jahr war der Gedanke an den Ruhestand für Joachim Bottenhorn noch unvorstellbar. Auch nach fast 50 Arbeitsjahren wollte der Büroleiter des Homberger Rathauses das Wort Rente nicht hören. Doch jetzt steht der Schritt an.

Heute feiert der 65-Jährige sein 50-jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst, in zwei Wochen geht er in den Ruhestand. Und das nun doch gerne.

Aber erst feiert er heute ein Jubiläum, das in der heutigen Arbeitswelt eher selten ist. Denn Bottenhorn hat auf Kontinuität gesetzt. Von seinen 50 Jahren im öffentlichen Dienst war er 42 Jahre in der Homberger Stadtverwaltung tätig.

Hat vier Bürgermeister erlebt 

Seit 1974 hat er sich vom Assistenten im Verwaltungsbereich zum Magistratsoberrat hoch gearbeitet. Hat mit Horst Gunkel, Helmut Blau, Martin Wagner und Dr. Nico Ritz vier Bürgermeister erlebt, hat zig Wahlen geleitet und ungezählte Stadtverordnetenversammlungen protokolliert - und unendlich viel mehr gemacht. „Da war viel Abwechslung drin,“ sagt Bottenhorn.

Richtig viel Abwechslung. So wie in den Jahren als Ordnungsamtsleiter. Damals, sagt er, habe auch oft mitten in der Nacht sein Telefon geklingelt, weil reisefreudige Homberger schon auf gepackten Koffern saßen - und dann feststellten, dass ihr Pass abgelaufen war. Bottenhorn half, wo es ging - oft auch in der Latzhose, weil Leute zu ihm nach Hause auf die Baustelle kamen, um sich einen Rat oder am liebsten einen Stempel abzuholen.

Der gebürtige Lembacher hat in Homberg ein Haus gebaut, er hat mit seiner Frau Bärbel drei Jungs und zwei Enkel. Alle drei Söhne leben in und um Homberg, das Thema Heimatliebe hat sich in die nächste Generation vererbt. „Wir sind stark mit Homberg verbunden,“ sagt Bottenhorn.

So stark, dass er vor 15 Jahren als Bürgermeisterkandidat ins Rennen ging. Das hat er gegen seinen Herausforderer Martin Wagner verloren. Bedauert er seine Kandidatur? „Nein“, sagt er. „Ich hätte mir immer vorgeworfen, dass ich es nie probiert habe. Und wer weiß, wofür es gut war.“

Gut war es beispielsweise dafür, dass er 2008 Hessentagsbeauftragter wurde. Hombergs größte Veranstaltung wird er nicht vergessen. „Das waren zehn unglaublich tolle Tage - trotz Stress.“

Stress wird Bottenhorn demnächst nicht mehr haben. Er will in seiner freien Zeit, die nun kommt, auch mehr reisen.

Bislang hatte er den Urlaub mit seiner Frau immer so geplant, dass er zwischen zwei Parlamentssitzungen passte.

Das ist nun rum. Denn Bottenhorn hat ab dem 16. Dezember vor allem eines: Planungs- und Sitzungsfreiheit.

Quelle: HNA

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