Neun Feuerwehrmänner aus dem Schwalm-Eder-Kreis erhielten das Goldene Brandschutzehrenzeichen

40 Jahre rund um die Uhr bereit

Ausgezeichnet für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Neun Einsatzkräfte aus dem Landkreis erhielten im Beisein von Bürgermeistern und Feuerwehrvorständen das Goldene Brandschutzehrenzeichen von Kreisbrandinspektor Werner Bähr (9. von links) und Vizelandrat Winfried Becker (3. von links). Foto: Ehl-von Unwerth

Schwalm-Eder. Ob Großbrand, Verkehrs- oder Chemieunfall, ob Vogelgrippe, überflutete Keller oder die hilflose Katze im Baum: „Wenn Menschen nicht mehr weiter wissen und Hilfe benötigen, rufen sie als erstes nach der Feuerwehr.“ Mit diesen Worten beschrieb Kreisbrandinspektor Werner Bähr die immer umfangreicheren Einsätze der Feuerwehren im Landkreis.

Dieses System funktioniere allerdings nur, weil sich tausende Menschen ehrenamtlich engagierten und das zuweilen über Jahrzehnte hinweg. Neun von ihnen wurden jetzt ausgezeichnet.

Kreisbrandinspektor Bähr und der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker verliehen ihnen die Goldenen Brandschutzehrenzeichen für 40-jährigen aktiven und pflichttreuen Feuerwehrdienst.

Tatsächlich hätten sie in ihrer aktiven Zeit eklatante Veränderungen erlebt, sagte Becker über die atemberaubende Veränderung im Feuerwehrwesen. Das gelte für den technischen Fortschritt, aber auch für die deutlich gewachsene Gefahrenlage und die permanent steigenden Einsatzzahlen: Vor 40 Jahren noch zogen die Feuerwehrleute den Tragkraftspritzen-Anhänger aus der Scheune, um gelegentlich einen Brand zu löschen.

Heute hingegen rücken die Wehren mit modernem Gerät regelmäßig zu komplizierten technischen Hilfeleistungen aus. Eine solche Sicherheit für die Bevölkerung gebe es nicht zum Nulltarif, beteuerte Becker. Sie werde zuallererst durch das große persönliche Engagement vieler Freiwilliger gewährleistet.

Nicht selbstverständlich

Die ehrenamtliche Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft sei keineswegs selbstverständlich und könne nicht hoch genug geschätzt werden.

Das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielten Walter Griesel (Obervorschütz), Günter Noll (Densberg), Rudolf Franz und Achim Heide (Elnrode-Strang), Oskar Hofmann (Beiseförth), Wolfgang Brus und Wolfgang Kothe (beide Melsungen) sowie Dieter Fey und Armin Reinhard (beide Metzebach).

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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