Vor 25 Jahren: Diskussionen um A49 dauerten an - Schüler war Computerexperte

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Schwalm. Panzerknacker in der Schwalm und erneute Diskussionen um die Autobahn 49 dominierten den Februar 1989. Wir haben für Sie in den Ausgaben der Schwälmer Allgemeinen von vor 25 Jahren geblättert.

Große Augen machten Mitarbeiter einer Diskothek in Ziegenhain, als sie an jenem Montagmorgen im Februar 1989 das Büro betraten. Unbekannte hatten am Wochenende den Tresor aufgeschweißt. Die Polizei ging damals von Profis aus. Die Täter nahmen 35.000 Mark aus dem Geldschrank mit, 12.000 Mark hatten sie allerdings übersehen.

Die Kontaktpflege mit den Franzosen in der Stadt Marsanne setzte sich der neugegründete Partnerschaftsverein Oberaula zum Ziel. 26 Oberaulaer waren bei der Gründungsversammlung anwesend. Bis heute ist der Verein in Sachen deutsch-französischer Freundschaft aktiv.

Diskussionen gab es um den Verlauf der A49 in der Nähe des Schwalmstädter Ortsteils Wiera. Der damalige Bürgermeister Gerd-Friedrich Huck stellte dem Ortsbeirat die Planungen vor, nach denen sollten zwei Trassen östlich des Waldgebietes Hardt verlaufen. Damit würde die Autobahn 300 Meter am Wohngebiet vorbeiführen. Ortsbeirat und Magistrat lehnten diese Planungen wegen der Belastung mit Lärm und Abgasen ab. Huck sprach sich später bei einem Behördentermin in Neustadt für die ursprüngliche Trassenführung entlang der Gemarkungsgrenze Wiera-Mengsberg aus.

Laut des damaligen Wirtschaftsministers sollte der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Schwalmstadt bis Neustadt in jenem Jahr kommen. Die Stadtverordneten hatten allerdings zuvor noch beschlossen, Klage gegen den Bau zu erheben, sollte die A49 nicht über Schwalmstadt hinaus gebaut werden.

Ein Kultur- und Sportzentrum entstand in Willingshausen. Die Baugenehmigung für die Mehrzweckhalle ging bei der Gemeinde Willingshausen ein. 2,2 Millionen Euro sollte der Bau kosten, für März stand der Spatenstich an, laut den Planungen sollte die Halle Ende 1989 fertig gestellt werden.

Ein Computer-Experte war der HNA vor 25 Jahren ein Artikel wert: Martin Spohnke aus Gilserberg belegte bei einem Informatik-Wettbewerb den zweiten Platz. Der 18-Jährige verbrachte fünf Stunden vor dem Bildschirm, berichtete er seiner Heimatzeitung damals noch unvorstellbar. Er programmierte verschiedenen Anwendungen für den Computer und war technisch auf dem neuesten Stand. Nur Glück in der Liebe bescherte ihm sein Hobby nicht: Mit der Freundin war Schluss, weil er keine Zeit hatte. (cls)

Quelle: HNA

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